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Krebspatienten fürchten sich besonders vor dem Coronavirus.

Grundsätzlich gilt auch während der aktuellen Corona-Krise, dass Krebspatienten eine geplante Therapie nicht verschieben sollen.
© iStock.com/Ridofranz

Di. 24. März 2020

Covid-19: Was Krebspatienten jetzt wissen müssen

Viele Menschen mit Krebs haben große Angst, sich mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 anzustecken, weil sie befürchten, dass die Krankheit bei ihnen einen schweren Verlauf nehmen wird. Bei einigen chronischen und gut kontrollierten Krebsarten ist dies aber unbegründet. Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. (DGHO) hat Empfehlungen für Krebspatienten herausgegeben.

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Das Robert Koch-Institut nennt Krebspatienten als eine von mehreren Risikogruppen für schwere Verläufe einer COVID-19-Erkrankung. Die DGHO präszisiert diese Aussage: Den Experten zufolge seien Patienten mit Leukämien oder aktiven Lymphomen sowie bei einem geschwächten Immunsystem besonders gefährdet, sich mit COVID-19 anzustecken und daran schwer zu erkranken. Aber Personen mit chronischem Krebs und gut beherrschter Erkrankung sowie nach gut verlaufener Erstbehandlung tragen laut DGHO kein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf, falls sie sich mit dem Coronavirus anstecken.

Abstand halten und Hygienevorschriften beachten

Die DGHO empfiehlt allen Krebspatienten, die allgemeinen Schutzmaßnahmen einzuhalten und vor allem soziale Kontakte zu meiden sowie Abstand zu anderen Menschen zu halten. Besondere Aufmerksamkeit ist bei Krankheitssymptomen geboten: Wenn Fieber und Husten auftreten, sollten Krebspatienten schnell telefonisch Kontakt zu einem Arzt oder Krankenhaus aufnehmen.

Muss die Krebstherapie ausgesetzt werden?

Eine Therapie darf nicht eigenmächtig ausgesetzt oder verändert werden, dies muss auf jeden Fall mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Prof. Dr. med. Lorenz Trümper, Direktor der Klinik für Hämatologie und Medizinische Onkologie der Universitätsmedizin Göttingen, sagt dazu: "Die Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus darf die Bekämpfung einer bereits existierenden, lebensgefährlichen Blut- oder Krebserkrankung nicht beeinträchtigen. Wir werden alles daransetzen, dass Patientinnen und Patienten mit einer akuten Leukämie oder einer anderen, lebensbedrohlichen Krebskrankheit auch weiterhin die bestmögliche Behandlung bekommen."

Bei der Entscheidung, ob eine Therapie verschoben wird, muss der Nutzen der Behandlung gegen den möglichen Schaden abgewogen werden. Bei den meisten akut an Krebs erkrankten Patienten sei der Nutzen einer Krebstherapie höher als das Risiko einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus.

ZOU

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