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Bei der Entstehung von COPD spielt offenbar die Größe der Atemwege eine Rolle.

Rauchen gilt als großer Risikofaktor für die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Aber auch Nichtraucher können daran erkranken.
© Mladen Zivkovic/iStockphoto

Fr. 12. Juni 2020

Warum Nichtraucher an COPD erkranken

COPD ist eine Erkrankung mit chronisch verengten Atemwegen, die vorwiegend bei Rauchern auftritt. Forscher haben nun eine Erklärung für Ausnahmen von dieser Regel gefunden: Im Fachmagazin "JAMA" schildern sie, dass die Größe der Atemwege eine Rolle dabei spielen könnte, warum mache Nichtraucher daran erkranken, während einige starke Raucher verschont bleiben.

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Eine Analyse von Daten aus drei großen Studien zeigte, dass Personen mit kleineren Atemwegen im Verhältnis zur Lungengröße viel häufiger eine COPD entwickelten als Studienteilnehmer, deren Atemwege im Verhältnis zur Lunge größer waren. Personen mit COPD, die nie geraucht hatten, hatten im Verhältnis zur Lungengröße häufig kleine Atemwege, während starke Raucher ohne COPD größere Atemwege hatten als der Durchschnitt. Dieser Zusammenhang blieb auch bestehen, wenn andere bekannte Risikofaktoren für COPD, etwa Luftverschmutzung und Asthma, berücksichtigt wurden.

Lungenfunktion nimmt mit dem Alter ab

Dr. Benjamin Smith, Lungenfacharzt an der Columbia University in New York City, sagte: "Die Ergebnisse zeigen, dass kleine Atemwege im Verhältnis zur Lungengröße ein starker Risikofaktor für COPD sind. Dies hilft uns zu verstehen, warum 30 Prozent der Erkrankungen bei Menschen auftreten, die nie geraucht haben." Das liegt daran, dass die Lungenfunktion mit dem Alter abnimmt, so dass Menschen, die von Natur aus eine geringe Lungenfunktion haben, später möglicherweise eine COPD entwickeln, selbst wenn sie Nichtraucher sind. Umgekehrt verfügen Raucher mit größeren Atemwegen vermutlich über genügend Atemreserven, um den durch Rauchen bedingten Lungenschäden standzuhalten.

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung COPD verursacht Atemprobleme, die die täglichen Aktivitäten einer Person stark einschränken können. Wenn Kinder heranwachsen, entwickeln sich die Atemwege normalerweise proportional zu ihrer Lunge. Bei einigen Menschen werden die Atemwege jedoch aus unklaren Gründen kleiner oder größer als erwartet. Warum das so ist und ob sich das beeinflussen lässt, wollen die Wissenschaftler nun weiter untersuchen.

ZOU

Quelle: DOI 10.1001/jama.2020.6918

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