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Frau trinkt Rotwein.

Schon ein Glas Wein täglich kann das Risiko für Brustkrebs erhöhen.
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Do. 03. November 2011

Schon geringe Mengen Alkohol erhöhen das Brustkrebsrisiko

Dass Alkohol das Brustkrebsrisiko erhöht, ist schon länger bekannt. Allerdings bezog sich diese Aussage auf große Mengen Alkohol. Eine Studie, die im Fachblatt Journal of the American Medical Association erschienen ist, zeigt nun, dass schon der Genuss von drei bis sechs alkoholischen Getränken in der Woche das Risiko für Brustkrebs geringfügig erhöht.

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Wissenschaftler des Brigham and Women's Hospital und der Harvard Medical School in Boston, USA, haben die Daten von 105.986 Frauen ausgewertet, die in der sogenannten Nurse’s Health Study in den Jahren 1980 bis 2008 untersucht wurden. In der Studie wurde sowohl das Auftreten von Brustkrebs als auch der Alkoholkonsum erfasst. Insgesamt traten 7.690 Fälle von Brustkrebs unter den Studienteilnehmerinnen auf. Frauen, die mindestens zwei Drinks am Tag und damit etwa 30 Gramm Alkohol täglich zu sich nahmen, hatten ein um 51 Prozent erhöhtes Risiko für Brustkrebs verglichen mit Frauen, die absolut abstinent lebten. Allerdings zeigte sich auch bei Frauen, die nur drei bis sechs Gläser Wein in der Woche (5 bis 9,8 Gramm Alkohol täglich) tranken, ein um 15 Prozent leicht erhöhtes Brustkrebsrisiko.

Dabei machte es keinen Unterschied, ob die Frauen im jungen Erwachsenenalter – also zwischen 18 und 40 Jahren – oder im Alter über 40 Alkohol zu sich nahmen. Selbst wenn sie nicht regelmäßig Alkohol tranken, sondern nur ab und zu in großen Mengen, war das Brustkrebsrisiko erhöht. Auch spielt die Art des Alkohols (Wein, Bier oder harte Alkoholika) keine Rolle. Anscheinend ist es die Gesamtmenge an Alkohol, die eine Frau im Leben zu sich nimmt, die das Risiko beeinflusst.

Warum der Alkohol Brustkrebserkrankungen fördert, ist den Autoren zufolge nicht geklärt. Sie vermuten, dass es mit den erhöhten Werten des weiblichen Sexualhormons Östrogen unter Alkoholkonsum zusammenhängt. Allerdings gibt es bislang noch nicht ausreichend Daten dazu, dass ein Verzicht auf Alkohol im höheren Lebensalter vor der Entstehung bösartiger Brusttumoren schütze. Zudem senke ein moderater Alkoholkonsum, etwa gelegentlich ein Glas Rotwein, anderen Studien zufolge das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu versterben. Ob oder ob nicht eine Frau auf Alkohol verzichte, müsse daher eine individuelle Entscheidung bleiben. Es müsse genau abgewogen werden, ob das individuelle Risiko für Brustkrebs höher sei oder das für Herzkrankheiten.

KK

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