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Zwei Kinder fahren Inliner.

Viel Bewegung nützt Kindern, die erblich bedingt erhöhte Blutfettspiegel haben.
© DAK

Mo. 10. Oktober 2011

Gefäßverkalkung: Bereits in der Kindheit gegensteuern

Die Arterienverkalkung, fachsprachlich Atherosklerose beginnt bereits früh im Leben: "Die Kindheit und das Wachstumsalter sind das Schlüsselalter, in dem mit der atherosklerotischen Lastreduktion begonnen werden muss", sagte der Kinder- und Jugendkardiologe Dr. Richard Eyermann aus München auf dem Herbstkongress der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Düsseldorf.

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Bei Personen, die erblich bedingt ein höheres Risiko für Atherosklerose haben, etwa eine familiäre Cholesterinerhöhung (FH) – ist die Wachstumsphase besonders kritisch. Bei ihnen werden oft erhöhte Werte des "schlechten" LDL-Cholesterins, niedrige Werte des "guten" HDL-Cholesterins und hohe Neutralfette gemessen. Dadurch zeigen sich bei 15 Prozent der Teenager mit FH bei der ärztlichen Untersuchung Fetteinlagerungen in der Haut oder in den Augen. Die Hälfte der FH-Patienten hat diese Fetteinlagerungen ab dem vierten Lebensjahrzehnt und entwickelt etwa ein Jahrzehnt später Herz-Kreislauf-Krankheiten. Weil die Hälfte aller ersten Herzereignisse tödlich ist, kommt der Vorbeugung eine zentrale Rolle zu, so Eyermann.

Zur Vorbeugung und Behandlung der erhöhten Blutfettwerte stehen regelmäßige körperliche Aktivität und gesunde Ernährung im Vordergrund. Vorzugsweise handelt es sich dabei um eine Diät, die wenig Cholesterin und gesättigtes Fett, aber ausreichend Kalorien enthält, um Wachstum und Entwicklung der Kinder zu unterstützen. Zusätzlich helfen manchen Heranwachsenden Medikamente, die die Blutfette senken.

DGK/RF

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