Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Darmspiegelung: keine Wasser-Diät nötig

Aktuelles

Mann betrachtet Wasserglas.

Nur Wasser und klare Brühe vor einer Darmspiegelung? Diese Empfehlung ist laut amerikanischer Wissenschaftler zu strikt.
© olly - Fotolia

Mi. 02. November 2011

Darmspiegelung: Wasser-Diät muss nicht sein

Eine strenge Diät ohne feste Nahrung ist vor einer Darmspiegelung nicht unbedingt nötig. Das sagen Wissenschaftler des Cornell Medical Center in New York, USA, aufgrund einer neuen Studie. Wenn die Patienten am Tag vor dem Eingriff weiche Speisen wie Haferschleim oder Pudding zu sich nehmen, schmälert das den Erfolg der Untersuchung nicht.

Anzeige

Eine Darmspiegelung ist keine angenehme Prozedur. Und auch die Vorbereitung hat es in sich. Am Tag vor der Spiegelung sollen Patienten keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen – nur noch klare Flüssigkeiten wie etwa eine klare Brühe. Diese strenge Maßgabe beruht darauf, dass nur so eine ausreichende Säuberung des Darms möglich sei. Um die Darmschleimhaut richtig beurteilen zu können, dürfen sich keine Nahrungsreste mehr im Darm befinden. Dazu sollen die Patienten schon mehrere Tage vor der Spiegelung auf eine extrem ballaststoffreiche Ernährung verzichten und müssen direkt vor der Spiegelung mit Abführmitteln und extrem viel Flüssigkeit den Darm sozusagen "durchspülen".

Für die Studie wurden 34 Patienten untersucht. Sie wurden zufällig in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine bekam ausschließlich klare Flüssigkeiten am Tag vor der Untersuchung, die andere durfte auch Milch, Eiskrem, Haferschleim und Limonade zu sich nehmen. Alle Patienten nahmen dann direkt vor der Spiegelung die herkömmlichen Abführmittel, die zu einer abschließenden Darmreinigung eingesetzt werden. In der nachfolgenden Darmspiegelung wurde die "Sauberkeit" des Darms beurteilt und zusätzlich erfasst, wie viele Polypen und andere Veränderungen der Darmschleimhaut erkannt wurden. Das Ergebnis: Weder die Untersuchungsdauer noch die -qualität unterschieden sich in beiden Gruppen wesentlich.

Allerdings war auch die Zufriedenheit der Patienten in beiden Gruppen gleich. Das hat die Forscher erstaunt. Sie hätten gedacht, dass die Gruppe derer, die auch Pudding und Co zu sich nehmen durften, insgesamt zufriedener seien. Allerdings seien in der Studie zu wenige Patienten eingeschlossen gewesen, um hier abschließende Aussagen treffen zu können. In jedem Fall aber sind die Ergebnisse aber ein Lichtblick für bestimmte Patientengruppen. Diabetiker etwa haben aufgrund ihrer Stoffwechseleinstellung häufig Probleme damit, über einen langen Zeitraum mehr oder weniger nüchtern zu sein.

KK

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Sofort-Hilfe bei Aphthen

In der Apotheke gibt es verschiedene Mittel, die die Schmerzen lindern.

Brustkrebs erkennen: Abtasten rettet Leben

Mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung gelingt das monatliche Abtasten der Brüste.

Erkältung: Wann muss mein Kind zum Arzt?

Kinder sind pro Jahr deutlich häufiger krank als Erwachsene.

Hausstaubmilben: Tipps für Allergiker

Mit Beginn der Heizperiode haben viele Allergiker wieder Probleme.

Wurst-Skandal: Wie riskant sind Listerien?

Was Verbraucher wissen müssen und wie man sich vor einer Infektion schützen kann, lesen Sie her.

Inkontinenz bei jungen Sportlerinnen

Obwohl es sich um ein häufiges Problem handelt, sprechen nur wenige Betroffene darüber.

Atropin-Augentropfen gegen Kurzsichtigkeit

Bei Kindern bremsen niedrig dosierte Tropfen das Fortschreiten einer Fehlsichtigkeit.

Telemedizin: Ältere sind skeptisch

Viele Erwachsene über 50 möchten ihren Arzt lieber persönlich aufsuchen.

Rezeptur & Beratung: So hilft die Apotheke

Im Titelbeitrag der Neuen Apotheken Illustrierten erfahren Sie, was Apotheken alles für Patienten tun.

Lesertelefon: Was hilft bei Nesselsucht?

Es ist wichtig, die Symptome der Hautkrankheit möglichst schnell zu behandeln.

Checkliste: Das gehört in die Wanderapotheke

Tape, Blasenpflaster und eine Zeckenzange: Wir verraten, im Rucksack nicht fehlen darf.

Kaiserschnitt oder natürliche Geburt?

Forscher haben die Risiken für Frauen verglichen, die bereits einen Kaiserschnitt hatten.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen