Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Fingolimod gewinnt Innovationspreis

Aktuelles

Professor Mork übergibt PZ-Innovationspreis.

Professor Dr. Hartmut Morck (links) übergibt den PZ-Innovationspreis an Dr. Ferenc Tracik (mitte) und Dr. Rüdiger Merkel (rechts) von der Novartis Pharma GmbH.
© Govi-Verlag

Di. 11. Oktober 2011

Auszeichnung für neuen Arzneistoff gegen Multiple Sklerose

Der Arzneistoff Fingolimod hat den diesjährigen Innovationspreis der Pharmazeutischen Zeitung (PZ) gewonnen. Er wird gegen Multiple Sklerose (MS) eingesetzt. In Studien verminderte er die Schubrate besser als eine Standardtherapie mit beta-Interferon.

Anzeige

Bei der MS werden Leitungsbahnen im Zentralen Nervensystem durch das körpereigene Abwehrsystem über Jahre hinweg geschädigt. Heilbar ist die mit Missempfindungen, Muskelschwäche und -verkrampfungen, starker Ermüdung oder Hirnleistungsstörungen einhergehende Krankheit nicht. Aber man kann ihr Voranschreiten bremsen.

Bisher spritzte man dazu Arzneistoffe, vor allem beta-Interferone. Mittlerweile gibt es aber auch Kapseln zum Einnehmen mit dem neuartigen Wirkstoff Fingolimod. Er sorgt dafür, dass bestimmte Zellen der Körperabwehr, die das Nervenssystem angreifen, nicht mehr aus den Lymphknoten auswandern und ihr zerstörerisches Werk vollbringen können. Wichtig ist, dass der neue Arzneistoff das Immunsystem in anderen wichtigen Bereichen wie der Infektabwehr nicht so stark schwächt.

Gedacht ist Fingolimod bisher für MS-Patienten, bei denen trotz einer Behandlung mit einem beta-Interferon die Krankheit aktiv bleibt. Genauso sollen Patienten den neuen Arzneistoff bekommen, bei denen das Leiden rasch voranschreitet, mit zwei oder mehr Schüben pro Jahr. Der Wirkstoff muss nach Mitteilung von Professor Dr. Bernd Kieseier von der Neurologischen Klinik der Universität Düsseldorf einmal täglich eingenommen werden, solange ein gutes Ansprechen auf die Therapie erkennbar ist. Nähere Informationen zu dem neuen Arzneistoff geben in der MS-Behandlung erfahrene Ärzte.

Der Preis wurde während des Deutschen Apothekertages in Düsseldorf offiziell von Professor Dr. Hartmut Morck übergeben. Morck ist ehemaliger Chefredakteur der in Eschborn ansässigen PZ und Initiator des Innovationspreises, der seit 1995 jedes Jahr eine neuartige, fortschrittliche Arzneistoffentwicklung auszeichnet.

FS

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Corona: Fenster kippen reicht nicht

Wie man am besten lüftet, um das Ansteckungsrisiko zu senken, lesen Sie hier.

Lässt uns harte Arbeit schneller altern?

Ein solcher Zusammenhang ist sogar schon bei jungen Menschen sichtbar.

Karotten-Allergie: Erhitzen hilft nicht

Auch gekochte Karotten können eine allergische Reaktion auslösen.

So gefährlich ist Covid-19 für das Herz

Einige Patienten, die an Covid-19 erkrankt waren, zeigen später auffällige Herzbefunde.

Psoriasis: Risiko für Herz und Gefäße

Auch leichte Schuppenflechte erhöht das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Emotional stabiler durch mehr Schlaf

Schlechter Schlaf kann ziemlich auf die Stimmung drücken, zeigt eine neue Studie.

Aphthen selbst behandeln

Bei kleinen Aphthen können Lokaltherapien mit Mitteln aus der Apotheke die Beschwerden lindern.

Covid-19 könnte saisonal auftreten

Forscher sind überzeugt, dass sich das Ansteckungsmuster in Zukunft verändern wird.

Viele Demenz-Fälle wären vermeidbar

Forscher finden weitere vermeidbare Risikofaktoren - mittlerweile sind es insgesamt 12.

Schweinepest: Mensch nicht in Gefahr

Vor einigen Tagen ist erstmalig die Afrikanische Schweinepest in Deutschland nachgewiesen worden.

Covid-19: Milder Verlauf durch Masken?

Das Tragen einer Maske könnte zu milderen und sogar symptomlosen Covid-19-Verläufen führen.

Bluthochdruck: Bei Erkältung aufpassen

Einige rezeptfreie Medikamente können den Blutdruck in die Höhe treiben.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen