Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Keine Angst vor Kortison

Aktuelles

Frau cremt sich die Hand ein

Kortison-haltige Arzneimittel: Nebenwirkungen lassen sich durch die richtige Anwendung meist vermeiden.
© Robert Kneschke - Fotolia

Fr. 22. Juli 2011

Kortison-Angst bei äußerlicher Anwendung unbegründet

Kortison hat einen schlechten Ruf – bei korrekter äußerlicher Anwendung haben diese Medikamente aber meist wenig Nebenwirkungen. Arzneistoffe aus der Gruppe der Glucocorticoide werden vereinfacht oft Kortison genannt.

"Bei Patienten mit Vorbehalten gegen Kortison ist die Überzeugungsarbeit der Apotheker gefragt. Arzt und Apotheker arbeiten hier eng zusammen", sagt Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz, Mitglied der Chefredaktion der Pharmazeutischen Zeitung (PZ). Die PZ berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe darüber, was bei der äußerlichen Anwendung rezeptfreier Arzneimittel mit Kortison zu beachten ist.

Anzeige

Werden Kortison-haltige Arzneimittel auf die Haut aufgetragen, lindern sie – unabhängig von der Ursache – Rötungen, Juckreiz und Schmerzen. Für die Wirkung ist neben dem Wirkstoff und dessen Konzentration auch die Grundlage des Arzneimittels entscheidend. Kosmetisch sind Cremes am besten verträglich. Auf behaarter Haut sind Sprays angenehm, bei trockenen Hautstellen sind fettreiche Salben besser geeignet.

Der schlechte Ruf des Kortisons hält sich hartnäckig. Werden stark wirksame, rezeptpflichtige Wirkstoffe über längere Zeit großflächig aufgetragen oder mit einer Folie abgedeckt, können Nebenwirkungen auftreten: Die Haut wird dünn und leicht verletzbar, Dehnungsstreifen oder Erweiterungen der kleinen Blutgefäße werden sichtbar. Diese Nebenwirkungen lassen sich durch eine sachgerechte Anwendung meist vermeiden.

Kortison-haltige Arzneimittel sollten je nach Konzentration aber nicht länger als zwei bis vier Wochen auf die Haut aufgetragen werden. Die ein- bis zweimalige Anwendung pro Tag reicht laut Pharmazeutischer Zeitung meist aus. Eine häufigere Anwendung steigert das Risiko für Nebenwirkungen. Hat sich das Hautbild verbessert, nur noch einmal täglich auftragen. Bei einer akuten Hautentzündung kann die Anwendung nach der Abheilung abrupt gestoppt werden. Bei chronischen Hauterkrankungen sollten Kortison-Cremes hingegen nach und nach abgesetzt werden. So wird das erneute Auftreten verhindert. In Hautfalten und im Gesicht sollte Kortison nur mit Vorsicht angewendet werden.

ABDA


Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Madenwürmer: Bei Kleinkindern häufig

Die Infektion ist ansteckend und lästig, aber in der Regel harmlos.

Warum Dehnen so gesund ist

Regelmäßige Übungen verbessern den Blutfluss und schützen vor Herzkrankheiten und Diabetes.

Lichtempfindlich durch Medikamente

Einige Arzneimittel machen die Haut empfindlicher für UV-Strahlen. Im Sommer ist besondere Vorsicht geboten.

Rituale lindern Angst und Stress

Feste Rituale helfen, schwierige Lebenssituationen gut zu überstehen.

Lange, helle Kleidung schützt vor Zecken

Zusätzlich können Repellents Zecken und andere Insekten fernhalten.

Kopf gestoßen: Gefahr für das Gehirn?

Stöße auf den Kopf können das Gedächtnis beeinträchtigen und sogar Depressionen auslösen.

Corona: Welche Rolle spielt Vitamin D?

Vitamin-D-Mangel könnte das Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf erhöhen.

Urlaubszeit: Impfung gegen FSME sinnvoll

In vielen Teilen Deutschlands ist das Risiko einer Infektion mit FSME deutlich erhöht.

Welcher Sonnenschutz für Kinder?

Die Stiftung Warentest hat 17 Produkte speziell für Kinder getestet.

Mehr frisches Essen im Corona-Lockdown

Die Ernährung der Deutschen hat sich während der Corona-Pandemie verändert.

Coronavirus, Grippe oder Erkältung?

Die bislang größte Studie zu den Symptomen von Covid-19 wurde jetzt veröffentlicht.

Arzneimittel im Sommer richtig lagern

Einige Medikamente vertragen Sommerhitze nicht besonders gut.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen