Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Medikamente vor Hitze schützen

Aktuelles

Auto am Strand

Wer Arzneimittel im Auto transportiert, sollte sie am besten in den Kofferraum oder unter den Vordersitz legen.
© jeancliclac - Fotolia

Do. 14. Juli 2011

Medikamente vor Hitze schützen

Medikamente sollten vor extremer Hitze geschützt werden. Gerade bei Urlaubsreisen mit dem Auto ist das wichtig. Apotheker Dr. Volker Schmitt, Sprecher der Apotheker in Bayern, erklärt, was im Sommer bei Medikamenten zu beachten ist.

Hitzeschäden können bei Arzneien in allen Darreichungsformen entstehen. "Am empfindlichsten reagieren aber Insuline und Impfstoffe. Diese Wirkstoffe zersetzen sich bei großer Wärme", sagt Schmitt. Am widerstandsfähigsten sind feste Darreichungsformen – also Tabletten oder Dragees. Eine normale Tablette kann auch schon mal 50 Grad für eine halbe Stunde aushalten. Zäpfchen, die einmal geschmolzen sind, bitte nicht mehr verwenden. Auch Cremes und Salben werden unbrauchbar, weil sich in der Sonne die festen und flüssigen Bestandteile voneinander trennen.

Anzeige

Die beste Lagerung

Insuline oder Impfstoffe müssen immer im Kühlschrank gelagert werden. Auch frisch zubereitete Antibiotika-Säfte für Kinder sind am besten im Kühlschrank aufgehoben. Für die meisten anderen rät Schmitt: "Am besten zuhause an einem kühlen Ort unter 25 Grad Celsius aufbewahren."

Wer Arzneimittel im Auto transportiert, sollte sie am besten in den Kofferraum oder unter den Vordersitz legen. Für empfindliche Medikamente ist eine Kühlbox ratsam. Dabei dürfen die Medikamente jedoch keinen Kontakt mit den Kühlelementen haben. Denn wenn Medikamente einfrieren, kann das ihre Wirkung verändern. Wer mit dem Flugzeug verreist, transportiert seine Medikamente am besten im Handgepäck, denn im Gepäckraum der Flugzeuge ist es meist zu kalt.

Ob die Hitze einem Medikament geschadet hat, kann man ihm nicht immer ansehen. "Wenn aber ein Medikament anders aussieht als gewohnt oder erwartet, sollten die Patientinnen und Patienten vor der Anwendung auf jeden Fall in der Apotheke um Rat fragen", empfiehlt der Apothekensprecher Schmitt. Das gilt zum Beispiel, wenn ein Insulin trüb geworden ist oder wenn Zäpfchen verformt sind.

BLAK/FH

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Schlechter Schlaf macht nicht nur müde

Schlafmangel schwächt auch das Immunsystem und kann sogar ADHS-Symptome hervorrufen.

Sommerhitze ist Gift für Arzneimittel

Ein paar einfache Vorkehrungen helfen, dass Medikamente das heiße Wetter gut überstehen.

Hitzewelle: 10 Tipps von Notfallmedizinern

Worauf man jetzt achten muss, um gesund und fit zu bleiben, erklärt ein Experte.

10 Fakten zur Darmkrebsvorsorge

Fragen und Antworten zum Stuhltest und der Darmspiegelung im Überblick.

Bindehautentzündung: Wann zum Arzt?

In manchen Fällen helfen Hausmittel, häufig ist jedoch ein Arztbesuch ratsam.

Kommt eine Impfung gegen Noroviren?

Noroviren sind häufige Auslöser für schwere und ansteckende Magen-Darm-Infektionen.

Neue Therapie bei Kleinwuchs

Forscher haben ein neues Medikament erfolgreich bei Kindern getestet.

Erste Hilfe bei Kreislaufproblemen

Die sommerlichen Temperaturen schlagen vielen Menschen auf den Kreislauf.

Hautpflege-Tipps für Menschen mit Vitiligo

Je nach Ausmaß kann die Weißfleckenkrankheit eine große Belastung für Betroffene sein.

Blutgruppen lassen sich umwandeln

Forschern ist es gelungen, Blutgruppe A in die universell einsetzbare Blutgruppe 0 zu verwandeln.

Windpocken-Impfung: Doppelter Schutz

Die Impfung senkt auch das Risiko für eine schmerzhafte Gürtelrose.

Hat Zähneknirschen auch Vorteile?

In manchen Fällen kann sich Zähneknirschen auch positiv auswirken.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen