Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Mutter raucht – Kind depressiv

Aktuelles

Schwangere mit Zigarette; Psychopharmaka

Werdende Mütter, die ihren Sprösslingen psychische Probleme ersparen wollen, sollten aufs Rauchen verzichten.
© Piotr Marcinski - Fotolia

Do. 01. September 2011

Kinder rauchender Mütter brauchen häufiger Psychopharmaka

Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft geraucht haben, nehmen in ihrem späteren Leben häufiger Psychopharmaka ein. Eine große finnische Studie liefert einen weiteren Hinweis darauf, dass die kindliche Hirnentwicklung durch das Rauchen der werdenden Mutter beeinträchtigt wird.

Für die sehr aufwändige Studie haben die finnischen Forscher die Daten von 175.000 Kindern erfasst, die zwischen 1987 und 1989 geboren wurden. Hebammen befragten in dieser Zeit die werdenden Mütter nach ihrem Rauchverhalten. Dann suchten die Forscher sämtliche Medikamentenverschreibungen aus den Jahren 1994 bis 2007 für diese Kinder aus den Versicherungsregistern heraus. In diesem Zeitraum waren die kleinen Studienteilnehmer zwischen fünf und 20 Jahren alt.

Anzeige

Das Ergebnis: eines von elf Kindern bekam in diesem Zeitraum Psychopharmaka verschrieben, darunter Antidepressiva, Antipsychotika, angstlösende Medikamente oder Medikamente gegen Hyperaktivität. Unter den Kindern, deren Mütter in der Schwangerschaft nicht rauchten, bekamen acht Prozent solche Medikamente. Bei Kinder von Müttern, die in der Schwangerschaft bis zu zehn Zigaretten am Tag rauchten, waren es schon elf Prozent. Nahezu 14 Prozent waren es bei den Kindern, deren Mütter in der Schwangerschaft mehr als zehn Zigaretten am Tag rauchten.

Als wohl erste Studie konzentriert sich die Arbeit auf die Verschreibung von Psychopharmaka anstatt nur diejenigen Kinder zu erfassen, die wegen psychischer Probleme ins Krankenhaus aufgenommen werden. Damit, so die Experten, könne man auch leichtere Fälle psychischer Erkrankungen erfassen.

In ihrer Studie konnten die Experten nicht erfassen, ob die Mütter selber Psychopharmaka einnahmen oder Alkohol oder Medikamente eingenommen haben, die die kindliche Entwicklung beeinträchtigen. Ebenso ist unklar, ob der Vater während der Schwangerschaft seiner Partnerin geraucht habe. Ob das Nikotin die Hirnentwicklung selber beeinträchtigt oder während des Rauchens der Schwangeren die Sauerstoffversorgung des kindlichen Gehirns absinkt, ist noch nicht geklärt. Sicher aber ist, dass werdende Eltern ihrem Kind dem Risiko eines Hirnschadens aussetzen, wenn sie in den Hauptentwicklungsphasen des kindlichen Nervensystems rauchen.

KK


Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Kinder mit Asthma: Fehler bei Sprays

Kommen junge Asthma-Patienten ins Krankenhaus, liegt dies offenbar oft an Fehlern bei der Anwendung von Asthma-Sprays.

Tricks vom Apotheker: Tabletten schlucken

Mit diesen zwei Tricks klappt das Herunterschlucken von Kapseln und Tabletten ganz einfach.

Diese Schlaf-Mythen sind gefährlich

Experten räumen mit Gerüchten auf, von denen einige sogar die Gesundheit gefährden.

Zinkoxid hemmt Körpergeruch effektiv

Die chemische Verbindung reduziert unangenehme Gerüche in der Achselhöhle.

4 Tipps: Stillen nach dem Kaiserschnitt

Nach einem Kaiserschnitt ist das Stillen manchmal problematisch.

Vegan leben in der Schwangerschaft?

Damit sich das Gehirn des Babys entwickeln kann, müssen Frauen ausreichend Vitamin B12 zu sich nehmen.

Rauchstopp gelingt zusammen besser

Paare, die gemeinsam mit dem Rauchen aufhören, haben eine deutlich höhere Erfolgschance.

Atemtraining für den Blutdruck

Fünf Minuten Training pro Tag senken den Blutdruck und verbessern die Fitness.

Medikamentöse Therapie bei Parkinson

Experten klären am Lesertelefon darüber auf, wie sich die Krankheit behandeln lässt.

Fluorchinolone nur noch für den Ernstfall

Gewisse Antibiotika dürfen wegen schwerer Nebenwirkungen nur noch in Ausnahmefällen verordnet werden.

Frühlingswetter sorgt oft für Erkältungen

Durch die schwankenden Temperaturen ist das Immunsystem gerade besonders belastet.

Sanfte Hilfe bei Wechseljahresbeschwerden

Leichte bis mäßige Beschwerden lassen sich mit pflanzlichen Medikamenten lindern.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Krank und was jetzt?

TreppenlifteHaben Sie sich schon einmal im Internet über Krankheiten und Therapien schlau gemacht?

Machen Sie mit bei der größten Befragung unter Patienten in Deutschland!

Themenspecial: Gesunde Haut

Frau mit Hut im GrünenIm neuen Themenspecial "Gesunde Haut"
lesen Sie auf aponet.de viel Wissenswertes über die richtige Pflege für jeden Hauttypen.

Alle weiteren Specials in der Übersicht finden Sie hier.

Anzeige

Service

Wissen

Arzneimitteldatenbank

Informationen zu Arzneimitteln, Beschwerden oder Wirkstoffen.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen