Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Nährwerte wenig beachtet

Aktuelles

Frau liest Nährwertangaben auf einer Packung

Verbraucher nehmen von den Nährwertangaben auf Lebensmitteln weit weniger wahr, als sie selbst glauben.
© AOK-Mediendienst

Mo. 24. Oktober 2011

Kalorien und Co.: Kaum jemand guckt auf die Packung

Seit Jahren prangen sie auf den Lebensmitteln und immer wieder wird diskutiert, wie man sie verständlicher gestalten kann: die Nährwertangaben auf den Lebensmitteln. Dabei nehmen die Verbraucher von diesen Angaben weit weniger wahr, als sie selbst glauben. Das haben Wissenschaftler der University of Minnesota in Twin Cities, USA, herausgefunden. Demnach schätzten die Käufer die Zeit, in der sie die Angaben studierten, deutlich länger ein als es tatsächlich der Fall war.

Für die Untersuchung wurden 203 Testpersonen in einen imitierten Supermarkt geschickt. Dabei wurden die Augenbewegungen der "Testkäufer" erfasst. Aus vorherigen Untersuchungen ist bereits bekannt, dass die meisten Konsumenten eher auf die oberen Bereiche der Etiketten achten als auf die unteren. Zudem scheint es so zu sein, dass der durchschnittliche Konsument nur die ersten fünf Zeilen der Nährwertangaben liest.

Anzeige

Interessantes Ergebnis der neuen Studie: Die Testpersonen achteten mehr auf Etiketten, die in der Mitte des Produktes angebracht waren als auf die, die eher im Randbereich der Beschriftung liegen. Das allerdings ist bei den meisten im Handel erhältlichen Produkten momentan der Fall. Wenn die Angaben in der Mitte des Etiketts stehen, werden sie bis zu 30 Prozent länger studiert als wenn die gleichen Angaben am Rand des Etiketts stehen.

In der Studie hat kaum eine der Testpersonen wirklich die kompletten Angaben auf dem Etikett erfasst. Auch meinten die Testpersonen, die Nährwertangaben deutlich intensiver zu studieren als dies tatsächlich der Fall war: Gut 33 Prozent gaben an, sie würden fast immer den Kaloriengehalt der Nahrungsmittel betrachten. Tatsächlich studierten aber nur 9 Prozent der Testpersonen die Kalorienangaben fast aller Produkte. Gut ein Drittel gab zusätzlich an, den Fettgehalt der Lebensmittel regelmäßig zu prüfen, ein Viertel achtete angeblich immer auf Zuckergehalt und Portionsgröße. De Facto aber schauten nur etwa ein Prozent der Testpersonen auf Fett- und Zuckergehalt und Portionsgröße auf fast allen Etiketten.

KK

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Sitz-Training gegen Ohnmachtsanfälle

Menschen, die häufiger das Bewusstsein verlieren, könnten davon profitieren.

Späte Vaterschaft birgt Risiken

Auch das Alter des Vaters wirkt sich auf den Verlauf einer Schwangerschaft aus.

Biotin kann Bluttest verfälschen

Präparate mit Biotin können offenbar Laborergebnisse beeinflussen- mit gefährlichen Folgen.

Bauchschmerzen bei einem Herzinfarkt?

Gerade bei älteren Frauen macht sich ein Herzinfarkt oft anders bemerkbar.

Cholesterin-Senker auch im hohen Alter?

Ältere Menschen profitieren durchaus von Statinen, zeigt eine neue Untersuchung.

Vitamin-Pillen nicht in Küche oder Bad lagern

Zu hohe Luftfeuchtigkeit zerstört die Wirkung von Nahrungsergänzungsmitteln.

Menstruationstasse oder Tampon?

Eine Frauenärztin erklärt, für wen sich Menstruationstassen eignen.

Mehr Jüngere erleiden einen Herzinfarkt

Ein Risikofaktor dafür könnte Drogenmissbrauch sein, glauben Forscher.

Hautpflege: 7 Mythen im Faktencheck

Sorgt Schokolade wirklich für Pickel? Eine Dermatologin klärt auf.

Abnehmen: Laufband oder Hantelbank?

Ausdauer- oder Muskeltraining? So lässt sich am besten Gewicht verlieren.

Vitamin D schützt nicht vor Depressionen

Auch andere Nahrungsergänzungsmittel haben keine Auswirkungen auf die Psyche.

Was tun, wenn Wunden lange bluten?

Experten klären am Lesertelefon über Blutgerinungsstörungen auf.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen