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Pärchen auf dem Fahrrad

Bei Rückenproblemen aktiv bleiben, raten die Ärzte. Kleine Radtouren eignen sich gut.
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Mi. 21. September 2011

Rückenschmerz: Nicht schonen, auch wenn's weh tut

Wer Rückenschmerzen hat, sollte sich bloß nicht in Watte packen! Das ist der Rat von Experten der Universität Göteborg in Schweden. Ihren Untersuchungen zufolge genesen Patienten, die sich trotz der Schmerzen viel bewegen, schneller als diejenigen, die ihren Rücken schonen.

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In einer Studie untersuchten die Wissenschaftler 109 Patienten mit schweren akuten Schmerzen im unteren Rückenbereich. Einer Gruppe wurde geraten, ihr Aktivität an die Schmerzen anzupassen. Die andere Gruppe bekam den Rat, aktiv zu bleiben, auch wenn sie Schmerzen verspürten. Das Ergebnis ist eindeutig: Obwohl die aktiven Patienten mehr Schmerzen verspürten, verlief ihre Genesung deutlich schneller. Zudem klagten sie am Ende der Behandlungszeit nicht über depressive Verstimmungen. Hingegen waren die Teilnehmer, die sich mehr schonten, am Ende der Behandlung deutlich weniger beweglich und häufiger niedergeschlagen.

Den Forschern zufolge verspüren Menschen, die in einer depressiven Verstimmung sind und an Rückenproblemen leiden, die Schmerzen auch stärker. Zugleich sinke die Bereitschaft und auch das Vermögen, sich zu bewegen. Dabei sei Schonung bei Rückenschmerzen kontraproduktiv und erhöht die Gefahr, in einen Teufelskreis zu geraten: Schmerzen und der dadurch resultierende Bewegungsmangel können bis zur Arbeitsunfähigkeit führen, wodurch die Stimmung sinkt. Die depressive Verstimmung wiederum lässt die Betroffenen die Schmerzen noch stärker spüren. Wichtig sei, so die Forscher, bei Rückenschmerzen so aktiv wie möglich zu bleiben und den Alltag so weit wie möglich aufrecht zu erhalten.

KK

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