Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Schmerzmittel erhöhen Krebsrisiko

Aktuelles

Tablettenblister

Eine langfristige Einnahme entzündungshemmender Schmerzmittel erhöht das Risiko für Nierenkrebs. So das Ergebnis einer aktuellen Studie.
© vfa Takeda

Di. 13. September 2011

Entzündungshemmende Schmerzmittel erhöhen Risiko für Nierenkrebs

Eine langfristige Einnahme entzündungshemmender Schmerzmittel erhöht das Risiko für Nierenkrebs. Das ist das Ergebnis einer Studie, die im amerikanischen Fachblatt Archives of Internal Medicine erschienen ist. Es handelt sich dabei um sogenannte nicht-steroidale Antirheumatika wie Ibuprofen, Naproxen und Diclofenac. Die ähnlich wirkende Acetylsalicylsäure habe dabei keinen Effekt auf das Nierenkrebsrisiko gehabt.

In einer Langzeitbeobachtung über 20 Jahre untersuchten Wissenschaftler der Harvard Medical School und des Brigham and Women's Hospital in Boston die Daten von über 77.000 Frauen und fast 50.000 Männern. Dazu erfassten sie sowohl die Fälle von Nierenkrebs als auch die Auskünfte der Studienteilnehmer zu ihrem Verbrauch an Acetylsalicylsäure, Paracetamol und anderen entzündungshemmenden Medikamenten.

Anzeige

Insgesamt wurden 333 Fälle von Nierenzellkrebs dokumentiert. Einen Zusammenhang zwischen Nierenkrebs und Acetylsalicylsäure oder Paracetamol konnten sie nicht finden. Wohl aber zu anderen entzündungshemmenden Medikamenten: Diese erhöhten das Risiko, an Nierenkrebs zu erkranken, um 51 Prozent. Das Risiko ist dabei abhängig von der Dauer der Einnahme: Je länger der Zeitraum, in denen diese Wirkstoffe eingenommen werden, desto höher ist es.

Nicht-steroidale Entzündungshemmer gehören zu den am häufigsten eingenommenen Medikamenten in den USA. Sie stillen Schmerzen, senken Fieber, hemmen Entzündungsreaktionen und können zur Blutverdünnung eingesetzt werden. Bekannte Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Geschwüre in Magen und Darm und Nierenerkrankungen. Ein Zusammenhang mit Nierenkrebs wird schon seit längerem diskutiert. Nach Angaben der Wissenschaftler sollte vor allem der langfristige Einsatz solcher Schmerzmittel gut durchdacht werden. Im Zweifel können Arzt oder Apotheker dabei helfen, geeignete Alternativen zu den Entzündungshemmern zu finden.

KK

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Corona: Fenster kippen reicht nicht

Wie man am besten lüftet, um das Ansteckungsrisiko zu senken, lesen Sie hier.

Lässt uns harte Arbeit schneller altern?

Ein solcher Zusammenhang ist sogar schon bei jungen Menschen sichtbar.

Karotten-Allergie: Erhitzen hilft nicht

Auch gekochte Karotten können eine allergische Reaktion auslösen.

So gefährlich ist Covid-19 für das Herz

Einige Patienten, die an Covid-19 erkrankt waren, zeigen später auffällige Herzbefunde.

Psoriasis: Risiko für Herz und Gefäße

Auch leichte Schuppenflechte erhöht das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Emotional stabiler durch mehr Schlaf

Schlechter Schlaf kann ziemlich auf die Stimmung drücken, zeigt eine neue Studie.

Aphthen selbst behandeln

Bei kleinen Aphthen können Lokaltherapien mit Mitteln aus der Apotheke die Beschwerden lindern.

Covid-19 könnte saisonal auftreten

Forscher sind überzeugt, dass sich das Ansteckungsmuster in Zukunft verändern wird.

Viele Demenz-Fälle wären vermeidbar

Forscher finden weitere vermeidbare Risikofaktoren - mittlerweile sind es insgesamt 12.

Schweinepest: Mensch nicht in Gefahr

Vor einigen Tagen ist erstmalig die Afrikanische Schweinepest in Deutschland nachgewiesen worden.

Covid-19: Milder Verlauf durch Masken?

Das Tragen einer Maske könnte zu milderen und sogar symptomlosen Covid-19-Verläufen führen.

Bluthochdruck: Bei Erkältung aufpassen

Einige rezeptfreie Medikamente können den Blutdruck in die Höhe treiben.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen