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Älteres Paar bei der Gymnastik

Nach einem Herzinfarkt reicht schon wenig Sport, um fitter zu werden.
© Robert Kneschke - Fotolia

Di. 25. Oktober 2011

Herzinfarkt: Sport hilft besonders den Unfitten

Dass Herzsport Vorteile für Herzinfarktpatienten bringt, ist durch Studien ausreichend belegt. Aber schon kleinste Verbesserungen in der Fitness senken die Sterblichkeit deutlich. Das zeigt eine große Studie, die auf dem kanadischen Kardiologie-Kongress vorgestellt wurde. Demnach senkt jeder einzelne Schritt mit dem die Fitness gefördert wird die Sterblichkeit um sage und schreibe 30 Prozent. Besonders profitieren dabei die "unfittesten" Patienten.

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Herzsport ist für jeden gut – unabhängig wie fit er ist, stellen die Wissenschaftler der University of Calgary in Kanada klar. Sie untersuchten 2867 Patienten, die zwischen 1996 und 2010 an einem Herzsportprogramm teilgenommen hatten. Zu Beginn der Maßnahme wurden Gewicht, Bauchumfang, Blutdruck, Blutzucker und Blutfettwerte gemessen. Zudem absolvierten die Testpersonen einen Fitnesstest auf einem Laufband. Danach teilten die Forscher die Patienten in drei Gruppen ein: geringe Fitness, mäßige Fitness und gute Fitness.

Nach einem 12-wöchigen Herzsportprogramm wurden die Patienten erneut auf ihre Fitness getestet. Zudem erschienen 1696 Patienten noch einmal nach Ablauf eines Jahres zu einem Fitnesstest. Die Ergebnisse waren eindeutig: Je besser der Fitnesslevel, desto geringer war das Risiko, in den 15 Jahren, in denen die Studie lief, zu versterben. Und je mehr sich die Fitness verbesserte, desto stärker sank das Sterberisiko.

Dabei scheinen gerade diejenigen am meisten vom Herzsport zu profitieren, die zu Beginn der Maßnahme am wenigsten fit waren. Offensichtlich ist der Herzsport umso wichtiger, je geringer der Fitnesslevel der Patienten ist. Man muss nicht gut bei Kondition sein, um vom Herzsport zu profitieren – so die Forscher.

KK

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