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Eine Studie belegt, dass man mit einer strengen Diät seinen Typ-2-Diabetes wieder unter Kontrolle bekommen kann.
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Mi. 06. Juli 2011

Strenge Diät kann Typ-2-Diabetes heilen

Durch eine strenge Diät können Menschen, die noch nicht lange an einem Typ-2-Diabetes leiden, ihren Stoffwechsel ohne Medikamente und chirurgischen Eingriff wieder in Ordnung bringen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die britische Wissenschaftler im Fachblatt Diabetologia veröffentlicht haben.

Demnach sanken der Nüchternblutzucker und der Langzeitblutzuckerwert HbA1c innerhalb kurzer Zeit auf normale Werte. Auch die Wirkung des Insulins auf die Leber und die Funktion der Insulin produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse normalisierten sich im Verlauf der 8-wöchigen Diät.

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Die Forscher um Roy Taylor von der Universität Newcastle upon Tyne setzten 14 übergewichtige Typ-2-Diabetiker auf eine strenge Diät: die Probanden durften nicht mehr als 600 Kilokalorien zu sich nehmen. Einen Großteil dieser Energiemenge (510 Kilokalorien) tranken die Diabetiker in Form einer Nährstofflösung, die verbleibenden Kalorien entfielen auf Gemüsemahlzeiten. Zwar brachen drei Teilnehmer die Studie innerhalb der ersten Wochen ab, die übrigen elf standen die Rosskur durch. Sieben von ihnen waren am Ende der Diät von ihrem Diabetes befreit. Unter der Diät hatten sie im Durchschnitt 15 kg abgenommen.

Die Forscher untersuchten jeweils am Beginn der Studie, nach sechs und nach acht Wochen den Nüchtern- und den Langzeitblutzucker, die Insulinempfindlichkeit und die Funktion der Insulin produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse. Die Blutzuckerwerte hatten sich bereits nach einer Woche gebessert, ebenso die Insulinwirkung auf die Leber. Im weiteren Verlauf kam es zu einer Normalisierung der Zellfunktion der Bauchspeicheldrüse. Untersuchungen im Kernspin zeigten außerdem, dass sich die Verfettung von Leber und Bauchspeicheldrüse im Vergleich zu Voruntersuchungen zurückbildete. Dies ist nach Ansicht der Autoren der Schlüssel zum Erfolg einer solch strengen Diät. Giftige Zwischenprodukte des Fettstoffwechsels seien für die gestörte Funktion der Insulin produzierenden Zellen und die abnehmende Insulinempfindlichkeit verantwortlich, so Taylor.

KK

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