Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Therapiekontrolle bei Typ-2-Diabetes eingeschränkt

Aktuelles

Blutzuckermessung

Blutzuckerteststreifen sind zur Therapiekontrolle und -einstellung wichtig, auch weil mit ihnen drohende Unterzuckerungen erkannt und verhindert werden können.
© Fotoimpressionen - Fotolia

Mi. 19. Oktober 2011

Blutzuckerteststreifen: Neuregelung betrifft jeden achten Diabetiker

Seit 1. Oktober können Blutzuckerteststreifen für Typ-2-Diabetiker nur noch dann zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnet werden, wenn die Stoffwechsellage instabil ist. Etwa jeder vierte medikamentös behandelte, nicht-insulinpflichtige Diabetiker bekam bislang Blutzuckerteststreifen verordnet. Blutzuckerteststreifen sind zur Therapiekontrolle und -einstellung wichtig, auch weil mit ihnen drohende Unterzuckerungen erkannt und verhindert werden können.

Anzeige

"Insgesamt jeder achte medikamentös behandelte Diabetiker ist von diesem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses betroffen", sagt Professor Dr. Martin Schulz, Geschäftsführer Pharmazie des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts e. V. (DAPI). Der Beschluss sieht Ausnahmeregelungen vor, nach denen der behandelnde Arzt im Einzelfall dennoch Blutzuckerteststreifen zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verordnen kann. Schulz: "Viele Diabetiker, die bislang Blutzuckerteststreifen verordnet bekamen, sind von dieser Änderung irritiert."

Erstmals liegen damit Zahlen vor, welcher Anteil der Diabetiker von der neuen Regelung betroffen ist. Das DAPI wertete Rezepte zu Lasten der GKV anonymisiert aus. Im Jahr 2009 erhielten demnach 47 Prozent der Diabetiker Insulin, allein (20 Prozent der Patienten) oder in Kombination mit anderen Wirkstoffen (27 Prozent). Die anderen 53 Prozent der Diabetiker wurden nicht mit Insulin, sondern mit anderen Medikamenten gegen Diabetes behandelt. Von diesen 53 Prozent der nicht-insulinpflichtigen Typ 2-Diabetikern erhielt jeder Vierte Blutzuckerteststreifen zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung in einer Apotheke. Insgesamt war dies also etwa jeder achte Diabetiker.

ABDA

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Was am besten vor Sonnenbrand schützt

US-Forscher haben die Wirkung von Sonnenschirmen und Sonnencreme verglichen.

Thema der Woche: Impfung schützt Lunge

Erreger wie Grippeviren oder Pneumokokken befallen die Atemwege. Zum Glück gibt es Impfungen dagegen.

Erkältung: Was hilft wirklich?

Studien belegen, welche Arzneipflanzen die häufigsten Erkältungssymptome bekämpfen.

Allergien so früh wie möglich behandeln

Ärzte empfehlen, möglichst bald nach der Allergie-Diagnose eine Immuntherapie zu beginnen.

Allergie: Wie sicher ist die Immuntherapie?

Die Desensibilisierung ist nicht ganz unproblematisch, wird aber immer sicherer.

Bronchitis oder schon Lungenentzündung?

Ärzten fällt es bisweilen schwer, beide Erkrankungen voneinander abzugrenzen.

Wie sich COPD und Asthma unterscheiden

Die Symptome ähneln sich, aber die Unterscheidung ist wichtig für die richtige Therapie.

Chancen von Asthma- und Nasensprays

Apotheker erläutern, welche Besonderheiten bei Sprays wichtig sind.

Mit 20 Minuten Sport gegen Entzündungen

Schon eine moderate Trainingseinheit kann wie ein Entzündungshemmer wirken.

Die besten Tipps bei Winterkälte

Wie man warm und gesund die frostigen Temperaturen übersteht.

Thema der Woche: Die neuesten Diäten

Lesen Sie hier mehr über die Paleo-Diät, die 5:2-Diät und Abnehmen durch Achtsamkeit.

Depressionen schaden dem Herz

Die Krankheit ist genauso gefährlich wie Übergewicht und hohes Cholesterin.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen