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Älterer Mann

Schon bald nach der Prostata-Operation wieder aktiv: Einen neue OP-Methode sorgt dafür, dass Inkontinenz-Probleme weniger auftreten.
© Janina Dierks - Fotolia

Mo. 22. August 2011

Weniger Inkontinenz nach Entfernung der Prostata

Muss die Prostata zum Beispiel wegen einer Krebserkrankung operativ entfernt werden, leiden die meisten Patienten anschließend unter einer mehr oder weniger ausgeprägten Inkontinenz. Manche von ihnen bis zu einem Jahr. Eine verbesserte Operationsmethode hilft, dies zu vermeiden.

Chirurgen der Hamburger Martini-Klinik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) haben eine Operationsmethode entwickelt, die bei einer Entfernung der Prostata den Harnröhren-Schließmuskel schont. Die nach solchen Operationen häufigen Probleme, den Harn zu halten, entfallen dadurch weitestgehend. Die meisten Männer erlangen unmittelbar nach der OP die Kontrolle über ihre Blasenfunktion vollständig zurück. So kann die Lebensqualität von Prostatakrebs-Patienten beträchtlich verbessert werden.

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Eine Studie belegt den verbesserten Behandlungserfolg gegenüber dem konventionellen Verfahren: "Über 80 Prozent der nach der neuen Methode operierten Patienten waren bereits eine Woche nach dem Eingriff wieder kontinent", sagt Dr. Thorsten Schlomm, leitender Arzt der Martini-Klinik, der die neue Technik entwickelt hat. "Bei lediglich 0,9 Prozent der Operierten kam es zu einer dauerhaften und relevanten Beeinträchtigung der Kontinenz."

Die vollständige Entfernung der Prostata wird als zuverlässige Therapie bei Prostatakrebs angewandt. Vor allem, wenn der Krebs auf die Prostata begrenzt ist, eröffnet die Methode hervorragende Heilungschancen. Bis zu 50 Prozent der Patienten haben danach allerdings mit einer verminderten Kontrolle der Blasenfunktion zu kämpfen. "Die neue Operationsmethode eröffnet auch älteren Patienten mit der Diagnose Prostatakrebs nun ein Leben ohne Angst vor Inkontinenz", sagt Professor Dr. Markus Graefen, Ärztlicher Direktor der Martini-Klinik.

MP/UKE

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