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Kind am Strand

Vitaminparadies Strand: Sonnenlicht kurbelt die Vitamin-D-Produktion in der Haut an.
© mauritius images

Sa. 06. August 2011

Kinder brauchen mehr Vitamin D

Die Ernährungskommission der Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, DGKJ, weitete ihre bisherigen Empfehlungen zur Vitamin D-Versorgung aus: Zukünftig sollten nicht nur Babys, sondern alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland zusätzliches Vitamin D3 erhalten.

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"In Deutschland liegt die tägliche Zufuhr an Vitamin D mit der Nahrung zum Teil erheblich unter den empfohlenen Werten", sagt Professor Dr. Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit. "Die von internationalen Fachgremien befürworteten Werte für die Nährstoffzufuhr für Vitamin D werden von den meisten Kindern und Jugendlichen jenseits des Säuglingsalters deutlich unterschritten. Besonders niedrige Vitamin-D-Spiegel werden bei 11- bis 13-jährigen Mädchen und bei 14- bis 17-jährigen Jungen gemessen." Also ausgerechnet in einer für das Wachstum und den Aufbau der Knochen besonders wichtigen Entwicklungsphase.

Es fällt nicht leicht, die ausreichende Versorgung aus der Nahrung zu sichern: Nennenswerte Mengen des Vitamins finden sich nur in fettem Seefisch, z. B. Lachs, Hering, Makrele, Lebertran, in Eiern oder Milch. Um den empfohlenen Bedarf von täglich zwischen 400 und 800 I. E. Vitamin D zu decken, müsste man mindestens drei bis vier Fischmahlzeiten pro Woche zu sich nehmen oder mindestens 10 Eier täglich essen.

Das beste Rezept gegen Vitamin-D-Mangel wäre ein tägliches Sonnenbad: Die ultravioletten Strahlen der Sonne können die in der menschlichen Haut lagernde Vorstufe von Vitamin D aktivieren und in Vitamin D umsetzen. Doch in Nord- und Mitteleuropa ist in den Wintermonaten November bis Februar die UV-B-Strahlung meist zu schwach, um eine ausreichende Produktion von Vitamin D im Körper anzustoßen.

Die wichtigsten neuen Empfehlungen der Stiftung Kindergesundheit

  • Ab erster Lebenswoche bis zum zweiten erlebten Frühsommer, also je nach Geburtszeitpunkt für die Dauer von einem bis anderthalb Jahren, sollten Babys zusätzlich zur Muttermilch oder Säuglingsnahrung Tabletten oder Tropfen mit täglich 400 bis 500 Einheiten Vitamin-D-3 erhalten, am besten kombiniert mit der Fluoridprophylaxe gegen Karies.
  • Die Kinder- und Jugendärzte sollten die Eltern darauf hinweisen, wie sinnvoll der Aufenthalt ihrer Kinder unter freien Himmel ist, und zwar in Bewegung mindestens eine halbe Stunde am Tag, am besten mit unbedecktem Kopf und mit freien Armen und Beinen.
  • Vom zweiten Jahr an sollten alle Kinder, die sich nicht genug in der Sonne aufhalten, eine Vitamin-D-Ergänzung von 400 Einheiten täglich bekommen.

HD/RF

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