Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Wechselwirkungen bei Chemotherapie

Aktuelles

Beratung beim Arzt

Wer alternative Mittel zusätzlich zur Chemotherapie einnehmen möchte, lässt sich am besten im Vorfeld von Arzt oder Apotheker beraten.
© DAK/van den Berg

Do. 18. August 2011

Chemotherapie: Einnahme ergänzender Mittel mit dem Arzt besprechen

Wer neben der Chemotherapie pflanzliche und andere alternative Arzneimittel einnehmen möchte, sollte dies mit seinem Arzt besprechen. Wechselwirkungen können dazu führen, dass die Chemotherapie nicht so wirkt wie gewünscht.

Ob Acai-Beere, Kreuzkümmel oder Kurkuma – viele Patienten ergänzen ihre Chemotherapie eigenmächtig mit alternativen, oft pflanzlichen Stoffen. Sie halten diese für natürlich und deshalb sicher. Die Ergänzungsmittel könnten jedoch den Effekt der Chemotherapie abschwächen oder verstärken, warnte nun Dr. June McKoy auf dem Treffen der Krebs-Gesellschaft "American Society of Clinical Oncology" in Chicago.

Anzeige

Pflanzliche Ergänzungsmittel können auf unterschiedliche Weise mit den Krebsmitteln wechselwirken. Manche Pflanzen beeinflussen die Verstoffwechselung der Chemotherapeutika im Körper, so dass diese weniger wirksam werden. Eine regelmäßige Einnahme von Knoblauch beispielsweise kann hingegen das Risiko für Blutungen während einer OP erhöhen. Küchenkräuter und Gewürze in kleinen Mengen sind prinzipiell sicher. In großen Mengen über einen langen Zeitraum hinweg konsumiert, können sie aber einen negativen Effekt auf die Chemotherapie haben.

Aktuelle Studien zeigen, dass 50 Prozent der Patienten, die sich einer Chemotherapie unterziehen, ihren Arzt nicht über zusätzlich genommene Mittel informieren. "Manche halten es schlichtweg für unwichtig, andere wagen nicht, ihrem Arzt von ihrem Wunsch von einer alternativen Therapie zu erzählen", sagte McKoy. Kombinierte Behandlungen können von Vorteil für den Patienten sein, müssen aber zum richtigen Zeitpunkt und unter Aufsicht eines Arztes geschehen.

McKoy ermuntert Patienten, offen mit ihren Ärzte über die Einnahme zusätzlicher Medikamente zu reden. Patienten sollten Etiketten oder Verpackungen ihrer Ergänzungsmittel mit zu den Terminen bringen. Der Arzt kann die Mittel dann berücksichtigen, die Dosierung des Chemotherapeutikums anpassen und so Vergiftungen vermeiden.

FH

Mehr Informationen

Lesen Sie dazu auch den Beitrag über Komplementärmedizinische Methoden bei Krebs auf aponet.de.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Medikamente auf die Kopfhaut auftragen

Mit der 5-Linien-Regel funktioniert das innerhalb kürzester Zeit.

3-in-1-Pille senkt Blutdruck effektiv

Die Kombi-Pille könnte die Therapie in Zukunft deutlich vereinfachen.

Wie viel Sport macht glücklich?

Eine neue Studie zeigt: Mehr ist nicht unbedingt besser für die Psyche.

Salz: Schädlich oder nicht?

Eine große Studie kommt zu einem überraschenden Ergebnis.

Sehschwäche in der Schwangerschaft

Bei diesen Symptomen sollten Schwangere sofort einen Augenarzt aufsuchen.

Sommer: Augen vor Infektionen schützen

Beim Schwimmen im Freibad, See oder Meer lauern einige Gefahren.

Vollkorn für gesunde Zähne

Vollkornprodukte haben einen schützenden Effekt auf Zähne und Zahnfleisch.

Checkliste: So wird die Küche glutenfrei

Wer unter einer Zöliakie leidet, dem schaden bereits kleinste Weizen-Krümel.

Diabetes: Abnehmen rettet Betazellen

Eine Gewichtsabnahme kann die Stoffwechselkrankheit stoppen.

Ohnmacht: Ursache kann gefährlich sein

Eine kurze Bewusstlosigkeit sollte daher immer ärztlich abgeklärt werden.

Thema der Woche: Reisen mit Krebs

Mit sorgfältiger Planung ist das kein Tabu. Eine Expertin erklärt, worauf zu achten ist.

Diät: Helfen kleine Teller doch nicht?

Wer Hunger hat, lässt sich von der Tellergröße nicht austricksen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen