Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Lautes Fluchen nimmt den Schmerz

Aktuelles

Mann haut sich mit dem Hammer auf den Daumen.

"Schei...benhonig!!!" Das hat weh getan, aber lautes Fluchen lindert die Pein.
© Klaus Eppele - Fotolia

Fr. 25. November 2011

Lautes Fluchen nimmt den Schmerz

Mit dem Hammer auf den Daumen und ein lautes "Mist!" auf den Lippen – Fluchen kann tatsächlich Schmerzen lindern. Allerdings nutzt sich dieser Effekt ab, je häufiger man im täglichen Leben wettert. Das haben Froscher der Keele University in Staffordshire in Großbritannien herausgefunden.

Anzeige

Bereits in vorangegangenen Untersuchungen konnten die Wissenschaftler den schmerzstillenden Effekt des Fluchens beweisen. Dabei baten sie 64 gesunde Testpersonen, ihre Hand so lange wie möglich in Eiswasser zu tauchen. Dabei konnten sie ein Fluchwort ihrer Wahl, so oft sie wollten, wiederholen. In einem zweiten Durchgang benutzten sie statt des Fluchs ein wertfreies Wort. Das Ergebnis: Die Testpersonen hielten dem Schmerz des Eiswassers um bis zu 50 Prozent länger stand, wenn sie richtig loswettern durften.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Fluchen unser natürliches Verhalten in Stresssituationen imitiert. In der Vorzeit blieben im Stress zwei Handlungsalternativen: Flüchten oder Kämpfen. Moderne Menschen tun beides nicht mehr, sondern versuchen, den Stress auszuhalten. Die Experten der Keele University stellte bei den Testpersonen eine Beschleunigung des Herzschlages während des Fluchens fest. Dies sei für sie ein Hinweis darauf, dass durch das Fluchen Aggressionen aufgebaut würden, die in der Vorzeit zu Kampfhandlungen in Stresssituationen beigetragen hätten. Stress und damit auch die Schmerzen können so besser ausgehalten werden.

Wer allerdings zu häufig flucht, bei dem nutzt sich dieser Effekt ab. Das zeigen die neuen Experimente der Forschergruppe: Bei den Testpersonen, die auch im Alltag häufig fluchen, war der schmerzstillende Effekt deutlich geringer ausgeprägt als bei Versuchspersonen, die damit normalerweise zurückhalten.

KK

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Körperliche Arbeit erhöht Demenz-Risiko

Offenbar wirkt sich Bewegung nicht immer gleich auf das Risiko für Demenz aus.

Wird ein Arm trainiert, freut sich der andere

Ein ruhiggestellter Arm behält mehr Muskelmasse, wenn die Gegenseite arbeitet.

Gehirn: Ab 35 geht es bergab

Das Gehirn erreicht seine höchste Leistungsfähigkeit in den mittleren Lebensjahren.

Brillen mit Blaufilter verbessern den Schlaf

Die Sehhilfe schirmt das blaue Licht von PC-Bildschirmen und Smartphones ab.

Sport am Morgen senkt das Krebs-Risiko

Bewegung in den Morgenstunden hat offenbar einen besonders positiven Effekt.

Weniger Lärm in der Corona-Pandemie

Während der Lockdowns ist die Lärmbelastung in Städten stark gesunken.

Mehr Herzinfarkte bei Präsidentschaftswahl

Kurz nachdem Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt wurde, kam es zu mehr Herzinfarkten und Schlaganfällen.

Zucker zur Therapie bei Multipler Sklerose?

Ein spezieller Zucker könnte das Myelin reparieren, das bei MS beschädigt ist.

Schlaganfall-Therapie mit Blutdruckmanschette

Eine ungewöhnliche Therapie verbessert die Erholung nach einem Schlaganfall.

Macht Corona Männer unfruchtbar?

Das Coronavirus könnte auch die Hoden befallen. Alle Fakten dazu lesen Sie hier.

Stuhl-Transplantation für ewige Jugend

Versuche mit Mäusen zeigen, wie stark sich die Darmflora auf das Gehirn auswirkt.

Darum bevorzugen Erkältungsviren Kälte

Es gibt eine Erklärung dafür, warum wir im Herbst und Winter häufiger krank werden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen