Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Brustkrebs-Risiko vom Vater geerbt

Aktuelles

Vater und Tochter

Väter vererben ihren Töchtern offenbar das Risiko für eine bestimmte Form von Brustkrebs.
© Yuri Arcurs - Fotolia

Mo. 28. November 2011

Eine bestimmte Form von Brustkrebs wird vom Vater vererbt

Krebskranke Männer vererben ihren Töchtern offenbar ein erhöhtes Risiko für eine bestimmte Form von Brustkrebs. Es handelt sich dabei um Tumore der Brustdrüsenläppchen, den sogenannten lobulären Brustkrebs. Schwedische Forscher fanden den Zusammenhang bei der Auswertung der Daten von über 1600 Frauen, die an Brustkrebs erkrankt waren.

Anzeige

Die Wissenschaftler der Universität Lund stützten sich auf Daten, die in einem Zeitraum von fast 30 Jahren erhoben wurden. Ihr Ergebnis: Die Väter von Frauen, die an lobulärem Brustkrebs erkrankt waren, litten fast doppelt so häufig ebenfalls an einer Krebserkrankung, wie die Väter von Frauen mit anderen Brustkrebserkrankungen. Besonders häufig trat bei den Vätern Prostatakrebs auf.

Die Wissenschaftler haben auch den Einfluss von Großeltern und anderer Familienmitglieder untersucht, aber das erhöhte Risiko war direkt an die Krebserkrankung des Vaters gekoppelt. "Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Tochter eines Mannes mit der Diagnose Krebs eher einen Tumor der Brustdrüsenläppchen bekommt – es bedeutet, wenn sie an Brustkrebs erkrankt, dann eher an einem der Brustdrüsenläppchen", erläuterte Onkologin Carolina Ellberg die Ergebnisse.

Den Grund für die Verbindung kennen die Wissenschaftler noch nicht. Ursprünglich gingen sie von einer gemeinsamen hormonellen Ursache aus, da über 60 Prozent der Brusttumoren eine solche Abhängigkeit zeigen und diese auch bei Prostatakrebs eine Rolle spielt. Allerdings zeigte sich die Erhöhung des Risikos auch noch, nachdem die Forscher die Väter mit Prostatakarzinom aus der Analyse entfernt hatten. Daraus folgt, dass jede Krebserkrankung des Vaters das Risiko für lobuläre Tumoren bei der Tochter erhöht.

Lobulärer Brustkrebs entwickelt sich ausgehend von den Drüsenläppchen (Lobuli). Sein Anteil an allen Brustkrebsformen beträgt zwischen 5 und 15 Prozent. Mit über drei Vierteln der Fälle deutlich häufiger ist der Brustkrebs der Milchgänge (duktales Mammakarzinom). Besonders tückisch beim lobulären Brustkrebs: Er ist im Anfangsstadium nur schwer zu diagnostizieren.

MP

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Sind Tattoos gut für Seele?

Der Körperschmuck steigert vor allem bei jungen Menschen das Selbstwertgefühl.

Glück kann man doch kaufen

In welche Dinge man sein Geld am besten investiert, zeigt eine neue Studie.

Bakterien auf der Haut ähneln sich bei Paaren

Wer zusammen mit seinem Liebsten lebt, teilt offenbar nicht nur das Bett.

Büfett widerstehen: So klappt’s

Mit diesen Tipps schaffen Sie es, weniger zu essen.

Hilft Musik beim Vokabelnlernen?

Forscher haben untersucht, welche Rolle Hintergrundmusik beim Lernen spielt.

Tomaten halbieren das Hautkrebs-Risiko

Eine neue Studie deutet auf den schützenden Effekt hin.

Wie Chilis Diabetikern helfen könnten

Der Inhaltsstoff Capsaicin hat eine positive Wirkung auf den Blutzuckerspiegel.

Deswegen löst Eis Kopfschmerz aus

Eine Ärztin aus Texas hat eine neue Erklärung für den sogenannten Hirnfrost.

Gesunde Knochen dank Fußball?

Es geht auf dem Platz zwar oft ruppig zu, trotzdem hat Fußball gesundheitliche Vorteile.

Großzügige Menschen sind glücklicher

Dazu muss man nicht mit Geld um sich werfen, wie Forscher zeigen.

Große "Sitzfläche", große Haftkraft?

Wann sich Bakterien besonders gut an Oberflächen festhalten können.

Schönheit steht auf dem Kopf

Menschen empfinden ein Gesichte schöner, wenn sie es auf dem Kopf stehend betrachten.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen