Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Schluss mit geschummelten Fotos

Aktuelles

Retuschiertes Bild dreier Frauen.

Schummel-Schwestern ...
© mauritius images/aponet

Mi. 30. November 2011

Schluss mit geschummelten Fotos

Retuschierte Fotos begegnen uns im täglichen Leben fast überall. Kaum ein Titelbild auf den Magazinen, das nicht geschönt wäre. Amerikanische Forscher haben nun ein automatisches Bewertungssystem für geschummelte Fotos erfunden.

Anzeige

Der "Schummel-Index" wurde von zwei amerikanischen Informatikern entwickelt. Er soll Auskunft darüber geben, wie stark ein Foto verändert wurde. Dabei geht es nicht um technische Einzelheiten. So wird zum Beispiel nicht die Anzahl der veränderten Bildpunkte (Pixel) registriert, sondern Dinge, die die Wahrnehmung des Betrachters verändern. Der Fokus liegt auf der Geometrie von Gesicht und Körper und den Lichtverhältnissen. So erfasst der Index verschlankte oder verlängerte Arme und Beine, eine schmalere Hüfte oder vergrößerte Augen. Zudem werden Anpassungen des Hauttones und der Hautstruktur registriert, wie etwa Weichzeichner-Effekte, die Cellulite-Dellen verschwinden lassen. Für das Ausmaß der Bearbeitung vergibt das Programm dann Noten zwischen eins (wenig) und fünf (viel verändert), die nach Ansicht der Forscher auch im Bild mit abgedruckt werden sollten.

Streng genommen vollzieht das Bewertungssystem die Fotoretusche in umgekehrter Reihenfolge nach. Dabei errechnet der Computer dann, wie stark sich das bearbeitete Foto vom Original unterscheidet. Allerdings ist das System nicht ganz fehlerfrei. So können zum Beispiel kleinste Veränderungen wie etwa das Verschwindenlassen einer Zahnlücke eine große Veränderung zum Originalbild verursachen, wogegen Betrachter bei größeren Bearbeitungen wie etwa dem Glätten großer Hautareale meist keine so große Veränderung wahrnehmen.

Es sind übrigens nicht immer die Models oder Stars, die auf der Schönheitspflege ihrer Fotos beharren. Im Jahr 2003 machte die britische Oscarpreisträgerin Kate Winslet Schlagzeilen. Sie beschwerte sich öffentlich, dass ein Magazin ein Foto von ihr zu sehr retuschiert habe. Ihre Beine seien viel zu sehr verschlankt worden. So sehe sie nicht aus und so wolle sie auch nie aussehen, empörte sich die Schauspielerin damals. Seitdem geht sie gegen die Retusche ihrer Fotos vor und bittet die Grafiker angeblich sogar darum, Retuschen wieder rückgängig zu machen.

KK

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Wirken Probiotika bei Kindern verschieden?

Eine Studie legt nahe, dass es große Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen gibt.

Blutdruck senken mit Achtsamkeitstraining

Die alternative Methode könnte dazu beitragen, unkontrollierten Bluthochdruck zu senken.

Vorlesen sorgt für bessere Mathe-Noten

Frühes Vorlesen trägt dazu bei, dass Kinder später bessere Leistungen in Mathe haben.

Kaufrausch durch Zimt- und Vanilleduft?

Weihnachtliche Düfte könnten uns dazu verleiten, teurere Produkte zu kaufen.

Betrunken ohne getrunken zu haben?

Beim sogenannten Eigenbrauer-Syndrom produziert der Körper aus Kohlenhydraten Alkohol.

Skifahrer haben seltener Depressionen

Auch das Risiko für Parkinson und eine vaskuläre Demenz ist niedriger.

Wetterfühligkeit ist keine Einbildung

Bei bestimmten Wetterlagen empfinden viele Menschen mehr Schmerzen als sonst.

Wärmebildkameras für Rheuma-Diagnose?

Bei Erkrankten ist die Temperatur der Finger dauerhaft höher als bei Gesunden.

Uralte Regel: Keine Austern im Sommer

Schon vor 4.000 Jahren haben Menschen Muscheln wie Austern nur in den kalten Monaten gegessen.

Frühstück sorgt für bessere Schulnoten

Bis zu zwei Noten besser sind Schüler, wenn sie morgens etwas gegessen haben.

Omega-3-Fischöl hilft bei ADHS

Bei einem Mangel profitieren Kinder mit ADHS-Symptomen von Omega-3-Fettsäuren.

Schützt eine ketogene Diät vor Grippe?

Viel Fett, wenig Kohlenhydrate: Eine solche Ernährung könnte Viren in Schach halten.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen