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Frau bei der professionellen Zahnreinigung

Herz und Hirn danken es einem, wenn man sich eine professionelle Zahnreinigung gönnt. Denn das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko werden dadurch gesenkt.
© michaeljung - Fotolia

Mo. 14. November 2011

Professionelle Zahnreinigung kann vor Herzinfarkt schützen

Wer regelmäßig zum Zahnarzt geht, tut auch seinem Herzen Gutes. Das zeigen zwei Studien, die während eines wissenschaftlichen Herzkongresses in den USA vorgestellt wurden.

Menschen, die sich eine professionelle Zahnreinigung bei einem Fachmann gönnen, haben ein um rund 24 Prozent niedrigeres Risiko für einen Herzinfarkt und ein um 13 Prozent niedrigeres Risiko für einen Schlaganfall als Zeitgenossen, bei denen diese Zahnreinigung noch nie durchgeführt wurde.

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Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung aus Taiwan, bei der über 100.000 Personen über sieben Jahre lang beobachtet wurden. Die Hälfte von ihnen hatte mindestens eine Zahnreinigung vornehmen lassen, die andere Hälfte nicht. Keiner der Teilnehmer hatte einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall in der Vorgeschichte. Andere Risikofaktoren wie Rauchen und Übergewicht sowie die Rasse wurden nicht berücksichtigt.

Die Studie zeigte außerdem einen Zusammenhang zwischen der Häufigkeit der professionellen Zahnreinigungen und der Risikoreduktion: "Bei Teilnehmern, die diese mindestens einmal im Jahr vornehmen ließen, verminderte sich das Risiko stärker als bei den anderen", erläuterte Dr. Emily Zu-Yin Chen, Kardiologin aus Taipei. Professionelle Zahnreinigung vermindere das Wachstum von Bakterien, die zu Herzinfarkten und Schlaganfällen beitragen können, so die Medizinerin.

Eine Studie aus Schweden zeigte darüber hinaus, dass man aus der Art einer Zahnfleischentzündung (Parodontitis) die Höhe des Risikos für Herzinfarkt und Schlaganfall sowie für Herzinsuffizienz ableiten kann:

  • Wer weniger als 21 Zähne im Mund hatte, hatte ein um 69 Prozent erhöhtes Risiko im Vergleich zu denen mit den meisten Zähnen.
  • Wer vermehrt tiefe Zahnfleischtaschen aufwies, hatte ein um 53 Prozent erhöhtes Risiko im Vergleich zu denen mit den wenigsten Taschen.
  • Teilnehmer mit den wenigsten Zähnen hatten im Vergleich zu denen mit den meisten Zähnen ein 2,5-fach höheres Risiko für eine Herzinsuffizienz.
  • Teilnehmer mit der größten Wahrscheinlichkeit für Zahnfleischbluten hatten im Vergleich zu denen mit der geringsten Wahrscheinlichkeit eine um 2,1-fach höheres Risiko für einen Schlaganfall.

MP

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