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Schüler im Unterricht

Streng geregelte Lehrpläne scheinen fürs Lernen nicht optimal zu sein. Unregelmäßige Studienzeiten passen wohl besser zur Gedächtnisbildung im Gehirn.
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Di. 27. Dezember 2011

Lernen, richtig zu lernen

Intensives Pauken nach einem strengen Stundenplan ist nicht unbedingt von Erfolg gekrönt. Wissenschaftler der University of Texas Medical School in Houston in den Vereinigten Staaten haben nun herausgefunden, dass das Lernen besser funktionierte, wenn die Lernzeiten unregelmäßig über den Tag verteilt wurden. Diese Erkenntnis könnte die bisherigen Lehrpläne an den Schulen schwer durcheinander bringen.

Die Wissenschaftler haben die chemischen Reaktionen beobachtet, die im Hirn erfolgen, wenn das Gedächtnis aktiviert wird. Dann haben sie diese Reaktionen in einem Computerprogramm nachgestellt und verschiedene Lehrpläne gegeneinander getestet – von termintreuem Pauken bis hin zu einer sehr freien und unregelmäßigen Einteilung der Studienzeiten. Das Ergebnis: Am besten funktionierte das Lernen, wenn die Lehrpläne auf die chemischen Reaktionen der Gedächtnisbildung abgestimmt wurden und nicht umgekehrt. Das bedeutet, dass das Lernen besser funktioniert, wenn die Studieneinheiten unregelmäßig auf den Tag oder die Woche verteilt werden und eben nicht nach einem festen Ablauf erfolgen.

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In den meisten Ländern werden Kinder zurzeit nach regelmäßigen Lehrplänen unterrichtet: Sie gehen jeden Tag zur gleichen Zeit in die Schule und haben an einem festen Tag in der Woche den Klavierunterricht. Dass das nicht unbedingt das effektivste Vorgehen ist, zeigen die Ergebnisse der amerikanischen Wissenschaftler.

Weltweit sind Forscher auf der Suche nach Wirkstoffen, die die Merkfähigkeit und das Gedächtnis fördern. Ein erster und wahrscheinlich ebenso wirksamer Schritt ist nach Ansicht der Wissenschaftler aber, die Lerntechniken zu überprüfen und den effektivsten Lehrplan auszuwählen.

KK

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