Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses "Ohrenpumpe" kann das Gehör schützen

Aktuelles

Mann hält sich die Ohren zu.

Aaaah! Alles viel zu laut hier!
© klickerminth - Fotolia

Mo. 05. Dezember 2011

"Ohrenpumpe" kann das Gehör schützen

"Ein Opernsänger erreicht Schallpegel von 100 Dezibel. Warum wird ein Opernsänger nicht taub?", fragte sich ein australischer Forscher. Und hat auch eine Antwort parat.

Anzeige

Kauen, Sprechen, Singen – diese Aktivitäten können den Geräuschpegel, der auf das Ohr prallt, erheblich vermindern. Eine mögliche Erklärung für den körpereigenen Gehörschutz liefert eine Theorie des ausgehenden 19. Jahrhunderts, sagte Dr. Andrew Bell von der Australian National University, Canberra. Demnach arbeiten die Muskeln des Mittelohrs wie eine kleine Hydraulikpumpe.

Gegenwärtige Theorien gehen davon aus, dass Muskeln und Knochen sich zum Schutz gegen laute Geräusche schlicht versteifen. Aber sie erklärten nicht, wie das Ohr so oft in Folge einen so starken Schallschutz gewährleisten kann, meinte Bell. Anders die Hydrauliktheorie: Sie geht davon aus, dass ein verschachtelter Mechanismus Druck auf die Flüssigkeit im Gehörsystem überträgt, wodurch die Empfindlichkeit der Hörsinneszellen herabgesetzt wird. Im Mittelohr gibt es drei kleine Knochen, zu denen auch der kleinste Knochen des menschlichen Körpers gehört, sowie zwei kleine Muskeln und Sehnen. "Wenn Sie ihre Augen fest schießen, hören Sie ein flatterndes Geräusch", erläuterte er. "Das ist Ihr Mittelohr-Muskel bei der Arbeit."

Die Theorie könnte erklären, warum mancher widerstandsfähige Ohren habe und andere empfindliche. Bell hofft, dass es möglich werden könnte, einem Hörverlust wirksamer vorzubeugen, wenn man die Abläufe des Hörens besser verstehe. "Wir könnten Möglichkeiten finden, um den Mittelohr-Muskel zu aktivieren", hofft er. "Wenn Sie kauen oder singen, stärken Sie diesen Muskel." In der Zwischenzeit engagiert sich der Forscher in Sachen Vorsichtsmaßnahmen, zum Beispiel durch die Verwendung geeigneter Kopfhörer.

MP

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Wie sich Erinnerungen manipulieren lassen

Eine neue Studie zeigt, dass man seinem Gedächtnis nicht immer trauen kann.

4 Fehler bei der Geschenke-Suche

Wissenschaftler haben analysiert, welche Präsente besonders gut ankommen.

Schmalere Becken durch Kaiserschnitt?

Durch die moderne Medizin verändert sich der Körper der Frau.

Mehr Sport - mehr Sperma

Eine gewisse Art von Training wirkt sich besonders positiv aus.

Passivrauch macht Haustiere krank

Auch bei Hund, Katze & Co. steigt das Risiko für Krebs und andere Krankheiten.

Schützt Sonnenlicht vor Kurzsichtigkeit?

UV-B-Strahlung hat offenbar eine positive Wirkung auf die Sehkraft.

Schnabeltier-Gift zur Diabetes-Therapie?

Im Gift der Tiere ist ein Hormon enthalten, Diabetikern helfen könnte.

Frauen und Männer sehen unterschiedlich

Gesichter nehmen Frauen anders wahr als Männer, wie eine neue Studie zeigt.

Zahl der Viren ist viel größer als gedacht

Das geht aus einer Studie mit Spinnen, Käfern und anderen Insekten hervor.

Wer kreativ ist, fühlt sich besser

Malen, Stricken, Verse dichten, Musizieren - all das steigert das Wohlbefinden.

Bei Nies-Attacken die Mitmenschen schützen

US-Forscher stellten drei verschiedene Methoden auf dem Prüfstand.

Macho-Männer sind eher depressiv

Einige männliche Eigenschaften schaden der Psyche offenbar besonders.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen