Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Der sechste Zeh des Elefanten

Aktuelles

Elefant hebt den Fuß.

Der Elefant läuft auf den weltgrößten Plateausohlen. Da ist es sehr sinnvoll, dass ihm die Natur einen Zeh zusätzlich spendiert hat.
© StarJumper - Fotolia

Mo. 02. Januar 2012

Elefanten haben sechs Zehen - oder doch nicht?

Auch wenn Elefantenfüße aussehen wie Säulen auf einem breiten Fundament, laufen die Tiere in Wirklichkeit auf Stöckelschuhen, meint ein Londoner Forscher.

Manche Maulwurfsarten haben einen, einige Froscharten ebenfalls und auch der große Panda-Bär hat einen sechsten Zeh am Fuß. Nun haben Wissenschaftler um Professor Dr. John Hutchinson vom Königlichen Veterinärinstitut in London, Großbritannien, 300 Jahre, nachdem dieser zum ersten Mal beschrieben wurde, bestätigt: Auch Elefanten haben einen sechsten Zeh. Der Knochen befindet sich auf der Rückseite des Elefantenfußes. Heutige Elefanten laufen daher – anders als es den Anschein hat – nicht wie ihre Vorfahren plattfüßig, sondern ähnlich wie Pferde auf Zehenspitzen und einem hohen Absatz.

Anzeige

Der Grund, warum der sechste Elefanten-Zeh trotz kaum zu übersehender Größe lange unentdeckt blieb: Der Knochen steckt in einer Hülle aus Fettgewebe und wurde lange Zeit als ein unbedeutendes Stück Knorpel betrachtet. Mit gängigen wissenschaftlichen Methoden ist er außerdem schwer zu finden. So lassen sich Elefanten zu Untersuchungszwecken nur schwer betäuben. Röntgen- und Ultraschallbilder geben wenig Auskunft. Hutchinson untersuchte daher die Füße toter Elefanten, die Zoos ihm zur Verfügung gestellt hatten.

Professor Dr. Gerald Weissengruber von der Veterinärmedizinischen Universität Wien zweifelt an den Ergebnissen seines Londoner Kollegen. Er weist darauf hin, dass Hutchinson seine Untersuchungen nicht an wildlebenden Tieren durchgeführt habe. Möglicherweise handele es sich um eine Fuß- oder Knochenerkrankung gefangener Elefanten, wendet er ein. Ähnliches beobachte man auch an den Hufen von Pferden. Auch Hutchinson sieht dieses Problem. "Es wäre schön, bei wilden Elefanten zu suchen", sagte er der Zeitschrift Nature, in der seine Forschungsergebnisse veröffentlicht wurden.

MP

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Verschmutzte Luft durch Putzmittel?

Tägliche Haushaltsaktivitäten wirken sich ziemlich negativ auf die Raumluft aus.

Was Liegestütze über Ihr Herz verraten

Ein einfacher Liegestütz-Test liefert gute Hinweise auf die Herzgesundheit.

Wie Smartphones Beziehungen ändern

Forscher plädieren dafür, das Smartphone häufiger in der Tasche zu lassen.

Männer-Gehirn profitiert von Sport

Gewisse Hirnfunktionen verbessern sich offenbar durch körperliches Training.

Ein Malkurs fördert die Beziehung

Wie sich die Bindung bei Paaren verbessern lässt - egal ob jung oder alt.

Mehr Sport, bessere Schulnoten?

Sportlich aktive Jugendliche bringen oft bessere Noten mit nach Hause.

Darmbakterien: 2.000 neue Arten entdeckt

Die Darmflora ist offenbar vielfältiger, als bislang angenommen.

Mücken-Diätmittel schützt vor Erregern

Das Mittel gaukelt den Mücken vor, bereits satt zu sein.

Alkohol: Ist die Reihenfolge wichtig?

Bier auf Wein, das lass sein? Forscher sind dieser Volksweisheit auf den Grund gegangen.

Viel Fernsehen - eher Darmkrebs?

Vor allem junge Menschen müssen einer aktuellen Studie zufolge aufpassen.

Lachen hilft bei Hirn-Operation

Mediziner haben eine Patientin bei einer Hirn-OP zum Lachen gebracht - mit erstaunlichem Erfolg.

Frauen-Gehirne schrumpfen langsamer

Das Gehirn von Frauen ist im Durchschnitt drei Jahre jünger als das von Männern.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen