Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Mehr als nur ein kleiner Unterschied

Aktuelles

Paar sitzt Rücken an Rücken auf dem Sofa.

Frau und Mann sehen nicht nur verschieden aus, auch sonst sind die Unterschiede größer als bisher angenommen.
© mauritius images

Fr. 06. Januar 2012

Frauen und Männer: Mehr als nur ein kleiner Unterschied

Frauen kommen von der Venus, Männer vom Mars. "Schwachsinn" sagen die einen, "absolut wahr" die anderen. Die Diskussion um diese alte Volksweisheit wird nun durch eine neue Studie der Università di Torino in Italien neu befeuert. Demnach unterscheidet sich der Charakter von Frauen und Männern doch weit mehr als gedacht.

Anzeige

Die Diskussion um generell weibliche oder männliche Eigenschaften scheidet die Geister. Männer seien durchsetzungsstärker, Frauen empfindsamer, heißt es immer wieder. Studien, die sich mit dem Thema befasst haben, konnten bisher allerdings keinen großen Unterschied im Charakter von Frauen und Männern finden. Das aber, so die italienischen Wissenschaftler, habe nur daran gelegen, dass man die Charaktereigenschaften falsch ausgewertet habe. Oft seien verschiedenste Wesenszüge zu einem großen Charakterkomplex zusammengezogen worden. So wäre beispielsweise die Anpassungsfähigkeit, bei der meist Frauen die Nase vorn haben, und die Dominanz, bei der eher die Männer hervorstechen, unter dem Charakterkomplex Extroversion in einen Topf geworfen worden. Daher würden sie zu einem Mittelwert verschmelzen und suggerieren, es gäbe keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen.

Die italienischen Experten haben daher 15 Persönlichkeitsmerkmale einzeln beurteilt: Neben der Wärme, emotionaler Stabilität, Empfindsamkeit, Selbstgenügsamkeit, Regelbewusstsein und sozialer Kompetenz waren das noch die Dominanz, Lebhaftigkeit, Wachsamkeit, Abgehobenheit, Zurückgezogenheit, Besorgtheit, Offenheit für Veränderungen, Perfektionismus und Anspannung. Dann zogen die Forscher Daten aus einer amerikanischen Befragung von 1993 heran, in der 5.000 Männer und 5.000 Frauen sich dazu geäußert hatten, wie stark diese Eigenschaften bei ihnen ausgeprägt sind.

Wie erwartet waren Empfindsamkeit, Wärme und Besorgtheit bei den Frauen stärker vorhanden, wogegen Männer höhere Werte bei Stabilität, Dominanz, Regelbewusstsein und Wachsamkeit hatten. Allerdings waren die Unterschiede deutlich stärker als angenommen. Bei den einzelnen Eigenschaften gab es Überschneidungen von nur etwa 10 Prozent. Und sogar wenn man die Charaktereigenschaft mit den größten Unterschieden, die Empfindsamkeit, außer Acht ließe, käme es nur zu einer Überschneidung von 24 Prozent zwischen Männern und Frauen, sagten die Forscher. Ihnen zufolge seien die charakterlichen Unterschiede zwischen Männern und Frauen bisher deutlich unterschätzt worden. Der kleine Unterschied ist eben doch nicht so klein wie gedacht.

KK

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Sex mit dem Ex: eine gute Idee?

Dass Sex mit dem Ex-Partner nicht per se schlecht für die Seele sein muss, belegt eine neue US-Studie.

Ausdauertraining für den Darm

Ausdauertraining kann sich positiv auf die Bakteriengemeinschaft im Darm auswirken

Nach OP: Wassereis hilft bei Verwirrtheit

Ein Arzt erklärt, warum Wassereis Patienten nach einer Vollnarkose helfen kann.

Wer zusammenzieht, nimmt zu

Ein gemeinsamer Haushalt sorgt offenbar für Extra-Kilos auf der Waage.

Gehirn funktioniert im Herbst besser

Die geistige Leistung schwankt offenbar mit den Jahreszeiten, wie eine Studie zeigt.

Antibiotika: Nur jeder Zweite weiß Bescheid

Die Hälfte der Deutschen weiß nicht, dass Antibiotika nur gegen Bakterien helfen.

Geburt: Warum Väter dabei sein sollten

Männer, die bei der Entbindung dabei sind, kümmern sich später besser um ihre Kinder.

Magenbypass vor Schwangerschaft?

Eine bariatrische Operation senkt das Risiko für Komplikationen in der Schwangerschaft enorm.

Chirotherapie: Nicht ohne Risiko

Gerade Eingriffe an der Halswirbelsäule bergen Risiken, berichtet ein Mediziner.

Fast-Food-Entzug ähnelt Drogen-Entzug

Ein Verzicht auf Pommes, Burger & Co kann für Entzugserscheinungen sorgen.

Wie Hautzellen gegen Mutationen kämpfen

Unsere Haut muss permanent gegen mutierte Zellen kämpfen, um Krebs zu verhindern.

Warum Hunger für schlechte Laune sorgt

Forscher haben untersucht, warum ein leerer Magen auf die Stimmung schlägt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen