Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Verspannter Nacken mit Tablet-PC

Aktuelles

Junger Mann hält einen Tablet-PC in der Hand

Touchscreens sind praktisch, können aber zu Verspannungen der Hals- und Schultermuskulatur führen.
© bloomua - Fotolia

Do. 26. Januar 2012

Schulterschmerz durch Tablet-Computer

Wer häufig seinen Tablet-Computer auf dem Schoß benutzt, läuft Gefahr Schulterschmerzen zu bekommen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Harvard School of Public Health in Cambridge und des Brigham and Women’s Hospital in Boston in den USA. Die Experten empfehlen, den Rechner nicht direkt auf dem Schoß, sondern etwas höher zu positionieren. Dadurch verbessere sich der Blickwinkel und die Gefahr von Verspannungen der Nacken- und Schultermuskulatur verringere sich.

Tablet-Computer bestehen nur aus einem berührungsempfindlichen Bildschirm, haben also keine Tastatur oder einen Extra-Bildschirm, den man hochklappen kann. Mit einer speziellen Hülle kann man den Rechner allerdings in verschiedenen Neigungswinkeln positionieren, um so den Blickwinkel auf das Gerät anzupassen.

In einer Untersuchung ließen die Experten nun 15 erfahrene Nutzer einige Aufgaben an verschiedenen Tablet-Computern lösen. Die Testpersonen wurden gebeten, im Internet zu surfen, Dokumente zu lesen, Spiele auf dem Gerät zu spielen, E-Mails zu verfassen und Filme anzusehen. Die Experten erfassten dabei den Blickwinkel, die Neigung von Kopf und Nacken sowie den Abstand des Gerätes zu den Augen.

Anzeige

Das Gerät wurde in der Untersuchung in vier verschiedenen Positionen genutzt: zuerst wurde es direkt auf den Schoß gelegt. Dann nahmen die Testpersonen die Hülle zu Hilfe und stellten einen niedrigen Bildschirmwinkel ein. In einer dritten und vierten Runde wurde der Tablet-PC auf einen Tisch gestellt und der Bildschirm mithilfe der Hülle einmal leicht und einmal stark geneigt.

Die Haltung von Kopf und Hals unterschied sich sowohl von Gerät zu Gerät als auch in den vier verschiedenen Positionen deutlich. Vor allem aber mussten Kopf und Hals bei den Tablet-Computern deutlich stärker gebeugt werden als bei der Nutzung eines normalen Desktop-Computers oder eines Notebook mit hochklappbarem Bildschirm. Nur wenn die Tablet-PCs am Tisch genutzt wurden und der Bildschirm sehr steil eingestellt war, verringerte sich die Beugung des Kopf-Hals-Bereiches. Für die Schulter- und Nackenmuskulatur ist diese Position die beste, allerdings erschwert sie die Bedienung des Gerätes deutlich, weil die Hände dann fast waagrecht auf den Bildschirm gebracht werden müssen. Das wiederum könnte zu Problemen in der Handmuskulatur und den Handgelenken führen.

KK

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Tattoos helfen bei der Diagnose

Diagnose-Tattoos könnten dazu beitragen, Stoffwechselveränderungen frühzeitig zu entdecken.

Einkäufe verraten die Persönlichkeit

Introvertiert oder materialistisch? Die Kreditkarte weiß es.

Neues Superfood: So gesund sind Insekten

Im Handel erhältliche essbare Insekten enthalten viele Antioxidantien.

Frühgeborene haben seltener Beziehungen

Der Zeitpunkt der Geburt hat offenbar Einfluss auf das Liebesleben im Erwachsenenalter.

Autounfall für Frauen riskanter

Trotz Sicherheitsgurt haben Frauen ein größeres Risiko für schwere Verletzungen.

Warum Sex mit dem Alter abnimmt

Gesundheitliche Probleme sind nicht der einzige Grund, wie eine Umfrage zeigt.

Auch Haustiere können Blut spenden

Die meisten Tierbesitzer wissen nicht, dass auch Hunde und Katzen Blut spenden können.

Studenten nehmen im ersten Jahr an der Uni zu

Mehr Fast Food und Alkohol: Im ersten Studienjahr steigt der BMI oft an.

Warum Mücken auf Menschen fliegen

Forscher haben untersucht, warum viele Mücken fast ausschließlich Menschen stechen.

Antibiotika schwächen die Virenabwehr

Grippeviren haben ein leichtes Spiel, wenn Patienten zuvor Antibiotika eingenommen haben.

Ein Bakterium senkt das Herz-Risiko

Ein Darmbakterium hemmt den Anstieg mehrerer Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Nahtoderfahrungen häufiger als gedacht

Einer von zehn Personen berichtet von Erfahrungen an der Grenze zwischen Leben und Tod.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen