Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Stradivari im Test nur Duchschnitt

Aktuelles

Frau spielt Violine.

Stradivari? Egal. Selbst professionelle Violinisten können den Klang kaum unterscheiden.
© Evgesha - Fotolia

Mi. 04. Januar 2012

Stradivari-Geige klingt nicht besser als ein neueres Instrument

Schlechte Nachrichten für David Garrett und Co: Der Klang seiner 300 Jahre alte Stradivari im Wert von 3,5 Millionen Euro ist nicht so besonders, wie ursprünglich angenommen. Musikwissenschaftler der Université Paris in Frankreich haben in einem Test herausgefunden, dass selbst erfahrene Musiker den Klang einer Stradivari nicht von dem einer neuen Geige unterscheiden können.

Anzeige

Die französischen Wissenschaftler haben 21 erfahrene Geiger blind auf sechs verschiedenen Streichinstrumenten spielen lassen. Darunter befanden sich zwei Stradivari-Geigen und eine Violine von Guarneri. Zusätzlich spielten die Musiker auch auf drei neueren Modellen. Damit sie die Geige nicht am Aussehen erkennen konnten, wurden ihnen vor dem Spiel die Augen verbunden. Die Geiger sollten die Instrumente nach ihrer Tonfarbe, der allgemeinen Spielbarkeit und danach beurteilen, wie leicht ein Ton zu erzeugen ist. Danach sollten sie eine Rangliste erstellen, welche Geige ihnen am besten gefiel.

Der Testsieger war nicht etwa eine Stradivari- oder die Guarneri-Violine. Insgesamt acht Mal als beste und dreimal als zweitbeste Geige schnitt eine der neuen Geigen ab. Nur für 38 Prozent der professionellen Musiker klang eine der älteren Geigen am besten. Die älteste Geige, die im Test gespielt wurde, eine Stradivari aus dem Jahr 1700, schnitt gar am schlechtesten ab.

Als die Musiker befragt wurden, ob ihr Lieblingsinstrument im Test eher eine alte oder eine neue Violine sei, tippten nur drei der 21 Geiger richtig. Einer sagte: "Ich hoffe, dass es eine der alten ist!" Das, so die Wissenschaftler, sei ein Zeichen dafür, dass eher das Wissen um das Alter und den damit verbundenen Wert der Violine sie in den Augen der Musiker klangvoller erscheinen ließe. Der Blindtest der französischen Musikwissenschaftler hat den Mythos der Stradivari wohl aber zumindest teilweise entzaubert.

KK

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Länger leben dank Chili-Schärfe

Eine große US-Studie zeigt positive Gesundheitseffekte von Chili-Schoten.

Junge oder Mädchen? Blutdruck gibt Hinweis

Nicht nur ein Ultraschall gibt Aufschluss über das Geschlecht eines Babys.

Musizieren verbessert die Reaktion

Diese neue Erkenntnis könnte vor allem für ältere Menschen eine wichtige Rolle spielen.

Wetter ist nicht schuld an Schmerzen

Eine neue Studie widerlegt einen weit verbreiteten Mythos.

Vitamin-B12-Mangel wegputzen?

Eine spezielle Zahnpasta wirkt Nährstoffmangel bei Veganern entgegen.

Mineralwasser: Glas beeinflusst Geschmack

Ähnlich wie bei Wein bestimmt das Glas auch bei Wasser über das Aroma.

Krafttraining beugt Demenz vor

Von Muskelaufbau profitiert auch das Gehirn, wie eine neue Studie zeigt.

Pinguin-Gang bei Glatteis

Mit diesen Tipps kommen Sie auch bei Glatteis sicher zum Ziel.

Spinnenseide als Hightech-Verband

Englische Forscher bestücken künstliche Spinnenseide mit Wirkstoffen.

Löst Schweißen Parkinson aus?

Schweißer können Symptome entwickeln, die denen der Parkinson-Krankheit ähneln.

"Nachbar-Effekt" im Krankenhaus

Geht es einem Patienten schlechter, betrifft das die ganze Station.

Sekt-Geschmack auch durch Bläschen

Forscher erklären den Effekt der Bläschen in Sekt und Champagner.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen