Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Football macht herzkrank

Aktuelles

Rennender Footballspieler

Footballspieler haben oft einen sehr hohen Body Mass Index. Das rächt sich jedoch erst nach dem Karriere-Ende.
© Brocreative - Fotolia

Fr. 10. Februar 2012

Football-Spieler: starke Männer mit kranken Herzen

Amerikanische Profi-Footballspieler erkranken häufiger an Herzkrankheiten als die Normalbevölkerung. Das ist das Ergebnis einer Studie, die im Fachblatt American Journal of Cardiology erschienen ist. Besonders die kräfitgsten Spieler unter den Profis tragen nach dem Ende ihrer Karriere ein erhöhtes Risiko, an Schlaganfällen oder Herzkrankheiten zu versterben.

Für die Studie wurden die Daten von mehr als 3.400 Profi-Sportlern der National Football League (NFL) untersucht, die in den Jahren zwischen 1959 und 1988 aktiv waren. Bis zum Jahr 2007 waren 334 von ihnen verstorben – gemessen an der durchschnittlichen Lebenserwartung der Amerikaner hätten es nur halb so viele sein dürfen.

Der Grund: die Football-Profis sind meist sehr kräftig und haben daher einen erhöhten Body Mass Index (BMI). Der BMI gibt das Verhältnis von Körpergröße und Körpergewicht an, überschreitet er bestimmte Werte, gilt das als Risikofaktor für Herz- und Gefäßkrankheiten und Diabetes mellitus. Meist wird allerdings argumentiert, dass ein erhöhter BMI aufgrund von Muskelmasse nicht schädlich sei. Für jüngere Menschen hat das auch durchaus seine Richtigkeit. Aktive Footballspieler haben auch ein geringeres Risiko für solche Erkrankungen. Allerdings sei es für viele Sportler schwer, das Fitnesslevel ihrer aktiven Zeit nach dem Ende ihrer Karriere aufrecht zu erhalten. Dann rächt sich der hohe BMI: Viele Footballprofis leiden dann unter Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten oder Übergewicht – alles Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen.

Anzeige

Das zeigen auch die Ergebnisse der aktuellen Studie: Spieler, die schon in ihrer aktiven Laufbahn einen BMI von über 30 hatten und so laut Definition als übergewichtig galten, verstarben doppelt so häufig an Herzkrankheiten wie ihre weniger schweren Kollegen. Das größte Risiko allerdings tragen die Abwehrspieler: sie hatten im Vergleich zur Normalbevölkerung ein um 42 Prozent erhöhtes Risiko, an Herzkrankheiten zu versterben.

Zwar sei in der Studie nicht genau erfasst worden, wie sich der BMI über die Jahre bei den Spielern verändert habe, so die Experten. Am Ende aber bleibt eine Tatsache: auf die Masse kommt es an! Besonders kräftige Football-Profis sollten sich bemühen, mit dem Ende der Karriere auch ihre Körpermaße zu reduzieren. Denn auf lange Sicht sei ein schwerer Körper eben doch eine Belastung für das Herz.

KK

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Publikum hilft, die Leistung zu steigern

Durch Zuschauer erhöht sich der Anreiz, sich noch mehr anzustrengen.

Künstlicher Leberfleck warnt vor Krebs

Ein neues Implantat ist dazu in der Lage, die 4 häufigsten Krebsarten sehr früh zu erkennen.

Wer als Teenie kocht, isst später gesünder

Es zahlt sich aus, schon in jungen Jahren kochen zu lernen.

Bluthochdruck: Musik unterstützt Therapie

Musik zu hören, intensiviert die Wirkung von blutdrucksenkenden Medikamenten.

Studie zeigt: Lächeln wirkt cool

Keine Emotionen zu zeigen, wirkt dagegen eher unfreundlich und kühl.

Männer sind genauso eitel wie Frauen

Eine Umfrage zeigt: Jeder Zweite würde ohne Styling nie das Haus verlassen.

Frühaufsteher leben länger als Nachteulen

Ständig gegen die eigene innere Uhr zu leben, macht offenbar krank.

Live-Musik gleicht Hirnwellen an

Hört eine Gruppe von Menschen Live-Musik, synchronisieren sich ihre Hirnwellen.

Augenbrauen helfen, Gefühle zu deuten

Das könnte für das Überleben der Menschheit eine wichtige Rolle gespielt haben.

Schlaganfall durch gebrochenes Herz?

Das Broken-Heart-Syndrom erhöht das Risiko für einen Schlaganfall.

Wer sich bewegt, ist glücklicher

Wie viel Sport pro Woche nötig ist, damit das Glückslevel ansteigt, zeigt eine neue Studie.

Seitensprung: Oft ist es der beste Freund

Forscher haben untersucht, mit wem untreue Partner am häufigsten fremdgehen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Anzeige

Signia geht im April auf Innovationstour

ABDAUnglaublich, was ein Hörgerät heute alles kann. Nicht mehr nur Medizinprodukt, sondern kleines Technikwunder. Erleben Sie die Innovationen rund um das Thema Hören im April live in Ihrer Stadt.

Lesen Sie hier mehr!

Anzeige

Service

Zum NAI-Gewinnspiel Zum NAI-Portal

Themenspecial: Besser hören

Frau mit Hut im GrünenIm Themenspecial Besser hören nennt aponet.de die besten Tipps und viel Wissenswertes, wie sich Tinnitus und Hörschäden vermeiden lassen und wie man ein schlechtes Gehör ausgleichen kann.

Alle weiteren Specials in der Übersicht finden Sie hier.

Wissen

Arzneimitteldatenbank

Informationen zu Arzneimitteln, Beschwerden oder Wirkstoffen.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen