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Smartphone und Spritze

Kann eine Smartphone-App den Griff zur Droge verhindern? US-Amerikanische Forscher sind davon überzeugt.
© Chris Smyth - Fotolia

Do. 23. Februar 2012

Mit dem Smartphone gegen die Abhängigkeit

Forscher der University of Massachusetts Medical School in Worcester in den USA haben eine Multimedia-Anwendung entwickelt, mit der sie Menschen mit einer Abhängigkeit helfen wollen. Die Anwendung kombiniert verschiedene Technologien wie Biosensoren und ein Smartphone. Sie soll Stressfaktoren ausmachen, die die Entzugserscheinungen fördern könnten, und dann gezielt Hilfe in Form von Verhaltensmaßregeln bieten, um den Griff zur Droge zu verhindern.

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Die Multimedia-Anwendung trägt den klangvollen Namen iHeal und misst über ein Biosensor-Armband verschiedene Werte, die vom Stresslevel des Patienten abhängen. So werden der Hautwiderstand, die Hauttemperatur und die Herzrate ermittelt. Das Armband übermittelt die Daten dann zur Auswertung an ein Smartphone. Wird ein bestimmter Stresslevel überschritten, erfragt das Smartphone Daten des Patienten über das Ausmaß seiner Stresswahrnehmung und seiner Entzugserscheinungen. Vermutet das Smartphone aus diesen Informationen einen drohenden Rückfall, etwa den Griff zu Drogen, werden dem Nutzer persönliche Hilfestellungen geboten.

Den Entwicklern des Systems zufolge scheitern viele Entzugstherapien in dem Moment, in dem der Patient die Klinik oder die Praxis des behandelnden Arztes verlässt. Im häuslichen Umfeld würden viele Patienten nicht wahrnehmen, wann sie besonders rückfallgefährdet sind. Hier soll iHeal Abhilfe schaffen und dem Patienten Hilfe genau in dem Moment anbieten, in dem er sie am meisten benötigt. Erste Versuche mit drogenabhängigen Freiwilligen seien bereits erfolgreich verlaufen. Noch aber müsse das System überarbeitet werden, bevor es auf den Markt kommen kann.

KK

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