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Ärztin begrüßt Patient.

"Wie geht's uns denn heute?" Die übliche Frage beim Arzt ist weit mehr als eine höfliche Floskel.
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Mo. 20. Februar 2012

Sag mir, wie's dir geht – und ich weiß, wie lange du lebst

Fühlen Sie sich gut? Dann herzlichen Glückwunsch! Denn anhand einer Selbsteinschätzung des Gesundheitszustandes lässt sich vorhersagen, wie lange jemand leben wird. Je schlechter man dabei sein Wohlbefinden einstuft, desto größer ist das Risiko, in den nächsten Jahren zu sterben. Das sagen Schweizer Wissenschaftler.

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Es verblüfft zunächst wenig, dass Personen, die ihre Gesundheit unter keinem guten Stern sehen, früher sterben. Denn die negative Einschätzung des Wohlbefindens liegt ja unter Umständen an einer aktuellen Erkrankung oder einem ungesünderen Lebenswandel, die dazu beitragen, dass man kürzer lebt als ein gesunder Mensch.

Erstaunlicherweise gilt der Zusammenhang zwischen der Aussage "Mir geht es sehr gut" und einem langen Leben aber auch noch Jahrzehnte nach der getätigten Selbsteinschätzung. Und: Das Sterberisiko steigt bei der Einschätzung von "sehr gut" über "gut", "es geht", "schlecht" bis "sehr schlecht" unabhängig von Faktoren wie Rauchen, niedriger Bildung, Blutzucker- und Blutdruckwerten oder bestehenden Erkrankungen kontinuierlich an.

Zu diesen Ergebnissen sind Schweizer Forscher vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich gekommen. Sie hatten die Überlebenswahrscheinlichkeit von über 8.000 Schweizer Männern und Frauen in Abhängigkeit von deren 30 Jahre zuvor getätigten Selbsteinschätzung des Gesundheitszustandes untersucht. Männer, die ihr Wohlbefinden mit "sehr schlecht" einschätzten, hatten ein 3,3-fach höheres Sterberisiko im Vergleich zu Männern mit gefühlt "sehr guter" Gesundheit. Bei den Frauen mit "sehr schlechter" Gesundheit war das Sterberisiko 1,9-fach höher als bei jenen, die sich in "sehr guter" Verfassung befanden. Kurioserweise hatten auch Personen, die auf die Frage nach dem Gesundheitszustand mit "weiß ich nicht" geantwortet hatten, ein erhöhtes Risiko für einen früheren Tod.

FH

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