Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Stammzellen gedeihen im Mundgeruch

Aktuelles

Ein Jugendlicher mit Mundgeruch haucht einen angewiderten Freund an

Mit Mundgeruch kann man seine Mitmenschen jagen. Nicht so Stammzellen - die fühlen sich im schlechten Atem pudelwohl.
© scorpsnakes - Fotolia

Di. 28. Februar 2012

Stammzellen gedeihen im Mundgeruch

Ausgerechnet die chemischen Stoffe, die für schlechten Atem zuständig sind, sind in der gleichen Zusammensetzung der ideale Nährboden für Stammzellen. Das behaupten japanische Forscher im Fachblatt Journal of Breath Research. Demnach fördern Schwefelwasserstoff-Verbindungen, dass sich adulte Stammzellen aus menschlichem Zahnmark in Leberzellen verwandeln.

Ein Atem, der nach faulen Eiern riecht – für unsere Nasen sind Schwefelwasserstoff-Verbindungen eine echte Tortur. Für Stammzellen aus dem Zahnmark hingegen wohl das reinste Schlaraffenland. Wissenschaftlern der Nippon Dental University in Tokyo in Japan ist es mithilfe der übelriechenden Verbindungen gelungen, Stammzellen aus dem Zahnmark zu funktionsfähigen Leberzellen reifen zu lassen. Dazu haben sie Stammzellen aus dem Mark von Zähnen entnommen, die aufgrund alltäglicher Zahnprobleme gezogen wurden. Diese Stammzellen wurden dann in einer Kammer mit Schwefelwasserstoff bebrütet.

Anzeige

Aus den Stammzellen entstanden nicht nur funktionsfähige Leberzellen, was an sich schon eine Sensation ist, denn bisher ist es weltweit nicht gelungen, aus Zahnmark-Stammzellen funktionsfähige Leberzellen zu gewinnen. Es entwickelten sich auch außergewöhnlich viele Leberzellen. Und: Die Zellen waren außerordentlich "rein". Das bedeutet, dass sich nur wenige der Stammzellen in andere Gewebe als Leberzellen entwickelt haben. Das ist besonders wichtig, wenn man später mit solchen Stammzellen Patienten behandeln möchte. Je geringer die "Fehlerquote" in der Reifung der Stammzellen, desto geringer auch die Gefahr, dass sich durch die transplantierten Stammzellen bösartige Tumoren oder Krebsgeschwüre entwickeln.

KK

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Malaria-Risiko kleiner bei Blutgruppe 0

Forscher haben untersucht, ob zwischen der Blutgruppe und dem Risiko, an schwerer Malaria zu erkranken, eine Verbindung besteht.

Hunde erschnüffeln epileptischen Anfall

US-Wissenschaftler haben untersucht, ob speziell trainierte Hunde einen epileptischen Anfall am Geruch erkennen können.

Ultraschall verändert Entscheidungsprozesse

Ultraschallwellen können elektrische Signale im Gehirn erzeugen oder unterdrücken.

Ist Kaffee lebensnotwendig?

Die Schweiz hat entschieden, dass alle Kaffee-Notvorräte aufgelöst werden sollen.

Viele Haustiere sind zu dick

Übergewichtige Tiere haben mit einigen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.

Mehr Alkohol durch unterdrückte Gefühle

Wer tagsüber seine Emotionen kontrollieren muss, trinkt abends mehr Alkohol.

Mit Comics auf die Herz-OP vorbereiten

Ein Comic könnte die Aufklärung vor einer Herzkatheteruntersuchung verbessern.

Dubstep-Musik vertreibt Mücken effektiv

Wenn Mücken elektronischer Musik ausgesetzt sind, stechen sie seltener zu.

Chirurgie ohne Schnitte und Narben

Mithilfe eines neuen Verfahrens könnte sich Knorpel ganz einfach umformen lassen.

Zucker hat Einfluss auf die Atemwege

Glukose spielt offenbar eine Rolle bei entzündlichen Atemwegskrankungen.

Schon der Gedanke an Kaffee macht wach

Forscher haben die psychologischen Effekte des Getränks genauer untersucht.

So erkennt man Aprilscherze sofort

Forscher haben einige Merkmale identifiziert, die auch bei Fake News verwendet werden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen