Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Macht melancholische Musik traurig?

Aktuelles

Trauriges, junges Mädchen mit Kopfhörern

Melancholische Klänge machen traurig. Erstaunlicherweise genießen manche Menschen diese Melancholie.
© Kirill Kedrinski - Fotolia

Mo. 13. Februar 2012

Traurige Musik macht Melancholie zum Genuss

Macht traurige Musik Menschen traurig? Das untersuchten finnische Wissenschaftler und kamen zu dem Ergebnis: Es kommt drauf an – auf die Musik, aber vor allem auf den Menschen.

Die Studienteilnehmer hörten sich zwei Arten trauriger Musik an: Musik, die sie selbst ausgesucht hatten, und eine eher unpersönliche Instrumentalmusik. Den Grad der Traurigkeit maßen die Wissenschaftler anhand des Erinnerungs- und Urteilsvermögens der Teilnehmer.

Anzeige

Dass die selbst gewählte melancholische Musik bei allen Teilnehmern ein Gefühl von Traurigkeit auszulösen vermochte, verwundert wenig. Schließlich sei diese Musik häufig mit Erinnerungen verbunden, sagte Jonna Vuoskoski vom Finnish Centre of Excellence in Interdisciplinary Music Research, Universität Jyväskylä, Finnland. Auf die eher abstrakt-traurige Instrumentalmusik reagierten hingegen eher empathische Menschen. Sie sprächen insgesamt stärker auf durch Musik transportierte Gefühle an, so die Wissenschaftler. Empathie erkläre auch, warum Menschen überhaupt unterschiedlich stark auf Musik reagierten.

Die durch Musik hervorgerufene Traurigkeit sei echt, stellten die Wissenschaftler fest und wunderten sich. Denn die traurigen Teilnehmer genossen ganz offensichtlich ihre Melancholie, obwohl diese Gefühle im Alltag eher als negativ empfunden werden. Dieser Umstand soll Gegenstand weiterer Forschung sein.

MP

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Was Liegestütze über Ihr Herz verraten

Ein einfacher Liegestütz-Test liefert gute Hinweise auf die Herzgesundheit.

Wie Smartphones Beziehungen ändern

Forscher plädieren dafür, das Smartphone häufiger in der Tasche zu lassen.

Männer-Gehirn profitiert von Sport

Gewisse Hirnfunktionen verbessern sich offenbar durch körperliches Training.

Ein Malkurs fördert die Beziehung

Wie sich die Bindung bei Paaren verbessern lässt - egal ob jung oder alt.

Mehr Sport, bessere Schulnoten?

Sportlich aktive Jugendliche bringen oft bessere Noten mit nach Hause.

Darmbakterien: 2.000 neue Arten entdeckt

Die Darmflora ist offenbar vielfältiger, als bislang angenommen.

Mücken-Diätmittel schützt vor Erregern

Das Mittel gaukelt den Mücken vor, bereits satt zu sein.

Alkohol: Ist die Reihenfolge wichtig?

Bier auf Wein, das lass sein? Forscher sind dieser Volksweisheit auf den Grund gegangen.

Viel Fernsehen - eher Darmkrebs?

Vor allem junge Menschen müssen einer aktuellen Studie zufolge aufpassen.

Lachen hilft bei Hirn-Operation

Mediziner haben eine Patientin bei einer Hirn-OP zum Lachen gebracht - mit erstaunlichem Erfolg.

Frauen-Gehirne schrumpfen langsamer

Das Gehirn von Frauen ist im Durchschnitt drei Jahre jünger als das von Männern.

Vokabeln im Schlaf lernen

Während einer gewissen Phase des Tiefschlafs ist es möglich, neue Wörter zu lernen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen