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Mensch und Affe spielen Schach.

Trotz oftmals gleicher Interessen: Affen- und Menschenhirne sind unterschiedlicher als gedacht.
© Werner Dreblow - Fotolia

Mo. 06. Februar 2012

Western zeigen Unterschiede im Hirn von Mensch und Affe

Revolverhelden wie Clint Eastwood scheinen eigentlich nicht der geeignete Weg zu sein, um die Entwicklung des Gehirns zu erforschen. Doch der Forscher Professor Dr. Wim Vanduffel probierte genau das erfolgreich aus.

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Sein Team von der Harvard Medical School in Boston, USA, und der Universität Leuwen, Niederlande, zeigte 24 Menschen und vier Rhesusaffen den Western "Zwei glorreiche Halunken" mit Clint Eastwood. Gleichzeitig machten sie Hirnscans, um herauszufinden, welche Hirnbereich besonders aktiv waren.

Auf viele Filmszenen reagierten die Gehirne von Menschen und Affen in ähnlicher Weise. Allerdings saßen die Teile des Gehirns, die durch die Filmszenen angeregt wurden, mitunter in völlig verschiedenen Hirnarealen. Bislang gingen Forscher davon aus, dass das menschliche Gehirn nur eine Art "aufgeblasene" Version von Affengehirnen sei und sich die Funktionen an ähnlichen Orten befinden.

Diesen Grundsatz konnte Vanduffel mit seinem Team jetzt widerlegen. Der Mediziner glaubt, dass die Western-Entdeckung dazu führen wird, eine viel genauere Vorstellung von der Entwicklungsgeschichte des menschlichen Gehirns zu bekommen. "Man kann nicht folgern, weil A und B im Affenhirn eng beieinander liegen, dass dies ebenso beim menschlichen Hirn ist", so Vanduffels Fazit. Lassen wir uns also nicht zum Affen machen.

PEF

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