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Schlafender Junge

Wie lange Kinder wirklich schlafen müssen, ist schwer zu sagen, da das Schlafbedürfnis bei ihnen nur unzureichend erforscht ist.
© Techniker Krankenkasse

Di. 14. Februar 2012

Wie lange müssen Kinder wirklich schlafen?

Pssst – der Kleine muss schlafen! Mit diesen Worten versucht so manche Mutter für Ruhe zu sorgen, damit der Nachwuchs den Schlaf bekommt, den er benötigt. Doch, wie lange müssen Kinder wirklich schlafen? Australische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass das Schlafbedürfnis von Kleinkindern gar nicht ausreichend erforscht ist, um das zu sagen. Was Experten allerdings nicht daran hindert, immer neue Empfehlungen auszusprechen.

Die australischen Wissenschaftler haben die Empfehlungen für Schlafdauer und die Angaben über die tatsächliche Schlafenszeit von Kleinkindern aus den letzten hundert Jahren systematisch miteinander verglichen. Das Ergebnis: die Kleinen bekommen nicht genug Schlaf – aber das haben sie noch nie bekommen.

Über die letzten hundert Jahre gesehen schliefen die Kinder jedes Jahr etwa 0,73 Minuten weniger als im Vorjahr. Oder anders ausgedrückt: die Kleinen schlafen heute etwa 73 Minuten kürzer als noch vor hundert Jahren. In der gleichen Zeit fielen aber auch die Schlafempfehlungen um etwa 0,71 Minuten pro Jahr. Dabei überstiegen die Empfehlungen seit 1897 konsequent die tatsächlich im Bettchen verbrachte Zeit – es entsteht ein wenig der Eindruck, dass Kinder auf jeden Fall eine Extra-Portion Schlaf benötigen, unabhängig davon, wie lange sie tatsächlich geschlafen hätten, so die Autoren der Studie.

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Etwa seit dem 19. Jahrhundert ist ein möglicher Schlafmangel von Kindern ein Thema unter den Wissenschaftlern. Experten befürchten schon seit dieser Zeit, dass das moderne Leben die Kinder überfordern würde. Je nach technologischem Stand wurden dafür entweder das Lesen, das Radio, der Fernseher oder jetzt das Internet verantwortlich gemacht. Dabei gaben alle Experten zu, dass ihre Empfehlungen zum Schlafbedürfnis der Kinder nur unzureichend durch Studien und Untersuchungen gestützt seien. Aufwändige Untersuchungen etwa im Schlaflabor seien erst vor wenigen Jahrzehnten entwickelt worden und für solche Zwecke zu zeitraubend. Die Empfehlungen wurden also quasi ins Blaue hinein ausgesprochen.

KK

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