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Junges Paar rennt am Strand.

Geld lässt sich mit Barfußlaufen defintiv sparen - deutlich über 100 Euro muss man für die neuesten Laufschuh-Modelle hinblättern. Energie spart man bei dem schuhlosen Joggen hingegen nicht.
© mauritius images

Do. 29. März 2012

Barfußlaufen verbraucht mehr Energie

Barfuß oder Laufschuh – unter Läufern tobt seit Jahren ein Streit. Während die einen zu Hightech-Turnschuhen greifen, setzen die anderen ganz auf die Natur und laufen barfuß. Dabei, so die Philosophie, würden Knie und Beine weniger belastet, zudem sei das Barfußlaufen energiesparender. Das jedoch könnte sich nach den Ergebnissen einer amerikanischen Untersuchung als Irrtum erweisen.

Wissenschaftler der Universität von Colorado in Bolder in den USA haben nun 12 Barfußläufer auf einem Laufband untersucht. Die Läufer trugen dabei entweder einen leichten Laufschuh oder aber "unten ohne". Das Ergebnis erstaunte die Forscher: Das Barfußlaufen war weniger energieeffizient als das Laufen in einem leichten Laufschuh. Beim Laufen ohne Schuhe verbrauchten die Läufer vier Prozent mehr Energie pro Schritt als mit Schuhen. Dabei wird oft argumentiert, dass auch der leichteste Laufschuh für den Läufer eine zusätzliche Gewichtsbelastung und damit einen erhöhten Energieverbrauch bedeute.

Den Grund für den erhöhten Energieverbrauch sehen die Forscher vor allem in der Dämpfung: Für die Stoßdämpfung beim Aufkommen mit dem nackten Fuß müsse mehr Energie aufgewendet werden, als wenn ein Teil des Stoßes schon durch die Dämpfung des Turnschuhs abgefangen würde.

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Mit Laufschuhen setzt die Sportartikelindustrie weltweit mehrere Milliarden Dollar um. Deutlich über 100 Euro muss man für die neuesten Laufschuh-Modelle hinblättern - und viele Jogger glauben, dass sie mit ihrer Hilfe Knie und Füße vor gefährlichen Belastungen schützen. Doch das stimmt nicht immer. Studien haben gezeigt, dass gerade die besonders aufwändig gefederten und stützenden Schuhe Entzündungen an der Achillessehne verursachen können. Denn statt über die Außenkante abzurollen, knickt der Fuß bei vielen Läufern während der Abrollbewegung für Millisekunden nach innen ab. Die Fehlbelastung verursacht Schmerzen am Fersenbein, im Begleitgewebe oder an der Achillessehne selbst.

Das soll durch das Barfußlaufen verhindert werden. In Untersuchungen traten an Hüft-, Knie- und Fußgelenken höhere Belastungen auf, wenn die Jogger Schuhe trugen. Die Kräfte waren sogar größer als beim Gehen auf hochhackigen Schuhen. Offen hingegen bleibt bei allen Studien die Frage nach den Verletzungsgefahren. Es gibt kaum wissenschaftlich publizierte Daten, die zeigen, ob Barfuß-Läufer ein geringeres oder höheres Verletzungsrisiko haben als Jogger mit Schuhen.

Generell sei die Rate der durch das Laufen ausgelösten Verletzungen bei den Läufern mehr oder weniger seit 30 Jahren gleich hoch – obwohl Schuhe immer neue Stützen und Dämpfer bekommen. Wie viele Läufer sich tatsächlich verletzten, ist aber nur schwer zu sagen. Niemand registriert jeden einzelnen Meniskusschaden übermotivierter Wochenend-Jogger.

KK

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