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Bündel Thymian

Thymian eignet sich nicht nur zum Würzen. Offenbar hilft er in Form einer Kräutertinktur auch gegen Akne.
© Dionisvera - Fotolia

Mi. 28. März 2012

Akne: Thymian effektiver als Spezial-Cremes

Eine Zubereitung mit Thymian könnte zur Behandlung der Akne effektiver sein als spezielle Akne-Cremes. Das behaupten britische Forscher der Leeds Metropolitan University. Demnach würden Thymiantinkturen die sogenannten Propionibakterien, die für die Akne-typischen Hautveränderungen verantwortlich sind, bereits nach fünf Minuten Einwirkzeit effektiv abtöten.

Die britischen Wissenschaftler haben den Effekt von drei verschiedenen Kräutertinkturen auf die Bakterien genauer untersucht, darunter Thymian, Ringelblume und Myrrhe. Alle Tinkturen wirkten gegen die Bakterien, die Thymian-Zubereitung war unter den dreien aber die effektivste. Und nicht nur das: Thymian war sogar effektiver als Benzoyl-Peroxid, ein Wirkstoff, der in vielen speziellen Akne-Waschlotionen und -Cremes verwendet wird.

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Zur Zubereitung der Kräutertinkturen werden die Kräuter zunächst für mehrere Tage oder Wochen in Alkohol eingelegt. Dadurch werden nach Angaben der Forscher die wirksamen Bestandteile aus den Pflanzen herausgelöst. Thymian-, Myrrhe- und Ringelbumen-Tinkturen werden schon lange als antibakterielle Waschlotionen eingesetzt. Allerdings habe bisher noch niemand deren Wirkung auf die Akne-auslösenden Propionibakterien untersucht. In der Studie haben die Wissenschaftler nun genau dies getan und die Wirkung mit reinen Alkohol-Tinkturen verglichen, um sicher zu gehen, dass der Effekt der Tinkturen nicht nur auf den sterilisierenden Effekt des Alkohols zurückzuführen ist.

Eine Akne-Therapie auf Kräuterbasis wäre vor allem für diejenigen Aknepatienten ein Segen, die zusätzlich unter empfindlicher Haut leiden. Die bisher erhältlichen Cremes und Waschlotionen auf Basis von Benzoyl-Peroxid würden die Haut zu sehr reizen und beim Auftragen brennen. Kräutertinkturen sind meist weniger aggressiv, obschon sie in der Studie einen vergleichbaren, wenn nicht besseren antibakteriellen Effekt gezeigt hätten, so die Wissenschaftler. In weiteren Studien soll nun untersucht werden, wie genau die Kräutertinkturen auf die Bakterien wirken.

KK

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