Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Freiwillige Helfer haben mehr Kinder

Aktuelles

Mann mit drei kindern

Reicher Kindersegen scheint besonders Männern vergönnt zu sein, die sich freiwillig für andere engagieren.
© sdenness - Fotolia

Fr. 13. April 2012

Freiwillige Helfer haben mehr Kinder

Männer, die sich bei freiwilliger Arbeit engagieren, haben im Mittel mehr Kinder. Diesen Zusammenhang konnten Martin Fieder und Susanne Huber vom Department für Anthropologie der Universität Wien nachweisen. Bei Frauen hingegen konnte diese Verbindung nicht festgestellt werden, schrieben sie im Wissenschaftsmagazin PLoS ONE.

Anzeige

Fieder und Huber haben für ihre Studie die "Wisconsin Longitudinal Study" analysiert, die das Leben von 10.000 Absolventen amerikanischer High Schools systematisch nachverfolgt. Für die Studie wurde freiwillige Arbeit als Anzeichen für Hilfsbereitschaft und Kooperation unter Fremden herangezogen, da dieses Verhalten in modernen Gesellschaften allgemein verbreitet ist.

Das Forschungsteam konnte dabei feststellen, dass Männer, die sich über einen längeren Zeitraum bei freiwilliger Arbeit engagierten, im Mittel mehr Kinder hatten als Männer, die das nicht taten. Bei Frauen konnten die Autoren diesen Zusammenhang nicht feststellen. Diverse Studien belegen jedoch, dass Frauen, die viel Unterstützung durch Familienmitglieder erhalten, durchschnittlich mehr Kinder bekommen.

Mit unseren Kindern teilen wir etwa die Hälfte unseres Erbguts. Das erklärt, warum sich Verwandte gegenseitig Hilfe leisten: Es trage dazu bei, die eigenen Gene in die 'nächste Generation zu bringen', sagte Fieder. Warum wir aber auch vollkommen fremden Menschen helfen oder mit ihnen kooperieren, erscheine auf den ersten Blick evolutionär wenig sinnvoll. Dennoch sei Zusammenarbeit unter nicht Verwandten gerade beim Menschen weit verbreitet. Warum diese "Nachbarschaftshilfe" nun zu mehr Nachkommen führt, müssten zukünftige Projekte klären, so Fieder.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Bittergurken senken den Blutzucker

Je höher der Blutzucker ist, desto günstiger ist der Effekt des Naturprodukts.

Religion: Der Glaube verlängert das Leben

Eine Todesanzeigen-Analyse zeigt: Wer einer Religion angehört, lebt länger.

Krähenfüße lassen Gefühle echt wirken

Kleine Falten um die Augen wirken sich darauf aus, wie wir Gefühle bei anderen Menschen einstufen.

Honig bei verschluckter Knopfzelle

Das süße Hausmittel könnte helfen, Komplikationen zu verhindern.

Handy-Regeln sorgen nicht für gute Noten

Klare Regeln für den Medienkonsum könnten sogar kontraproduktiv sein.

Kleidung: Kittel macht Ärzte kompetent

Für Patienten spielt es offenbar eine große Rolle, was Ärzte tragen.

Darmgeräusche geben Hinweis auf Reizdarm

Die Krankheit könnte sich offenbar ganz einfach diagnostizieren lassen.

Wovor wir uns am meisten ekeln

Forscher haben 6 Dinge identifiziert, die bei uns besonders großen Ekel hervorrufen.

Wie Bananen bei der Wundheilung helfen

In vielen Entwicklungsländern werden Bananenschalen als Pflaster genutzt.

Kinder: Schlafmangel erhöht Blutfette

Ein Schlafdefizit in jungen Jahren macht sich auch im späteren Leben bemerkbar.

Backnatron regelt das Immunsystem

Eine tägliche Dosis Natron hilft, Autoimmunerkrankungen einzudämmen, sagen US-Forscher.

Computer besser als Hautärzte?

Ein lernender Computer und 58 Hautärzte haben ihre Fähigkeiten, Hautkrebs zu erkennen, verglichen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen