Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Büro: Konkurrenz unter Frauen

Aktuelles

Zwei argwöhnische Frauen im Büro

Der Wettbewerb innerhalb der Geschlechter verursacht bei Frauen mehr Eifersucht und Neid als bei Männern.
© Kaarsten - Fotolia

Fr. 04. Mai 2012

Büro: Konkurrenz unter Frauen

Attraktiv, freundlich, beliebt: Die Rivalin sitzt am Schreibtisch nebenan. Eine internationale Studie zeigt: Frauen sind vom Wettbewerb innerhalb der Geschlechter am Arbeitsplatz stärker betroffen als Männer. Die Ergebnisse veröffentlichte die Zeitschrift Revista de Psicología Social.

Die Wissenschaftler aus Spanien, den Niederlanden und Argentinien untersuchten in ihrer Studie die Art der Rivalität, die zwischen gleichgeschlechtlichen Kollegen besteht. Hierzu betrachteten sie zwei unterschiedliche Gefühle: Eifersucht und Neid. Eifersucht entsteht, wenn jemand meint, durch einen Rivalen in einer Beziehung an Einfluss zu verlieren oder diesen tatsächlich verliert. Neid dagegen beschleicht einen, wenn eine andere Person Erfolg hat oder besondere Fähigkeiten und Qualitäten besitzt, die man selbst gern haben würde.

Anzeige

Der Wettbewerb innerhalb der Geschlechter verursacht bei Frauen mehr Eifersucht und Neid als bei Männern. Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass Frauen, die mit einem hohen Grad an Konkurrenz aus den eigenen Reihen zu kämpfen haben, eifersüchtiger sind, wenn ihre Rivalin sehr attraktiv ist. Zudem seien sie neidischer, wenn ihre Rivalin mehr Macht besitze und dominierend auftrete, sagt Rosario Zurriaga, Professorin an der Universität von Valencia.

Die sozialen Fähigkeiten eines Rivalen provozieren bei beiden Geschlechtern gleichermaßen Eifersucht und beruflichen Neid. "Dieses Ergebnis zeigt die Bedeutung der sozialen Kompetenzen im Arbeitsumfeld", so die Psychologin. Neid und Eifersucht seien negative Gefühle, die bei Arbeitnehmern Stress verursachen und die Qualität der Arbeit beeinflussen könnten, sagen die Wissenschaftler. Sie raten daher, darauf zu achten, welche Situationen als Bedrohung wahrgenommen werden können, wo eventuell ein Verlust droht oder ein Vergleich mit anderen zu Neid führen kann.

Hinter dem Wettbewerb zwischen Frauen und Frauen oder Männern und Männern stecke der Wunsch, den Zugriff auf das andere Geschlecht zu erhalten und zu bewahren, so Zurriaga. Zusammen mit Forschern der Universitäten von Groningen (Niederlande) und Palermo (Argentinien) hatte sie die Rivalität mit Hilfe von Fragebögen bei 114 Personen untersucht.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Körperliche Arbeit erhöht Demenz-Risiko

Offenbar wirkt sich Bewegung nicht immer gleich auf das Risiko für Demenz aus.

Wird ein Arm trainiert, freut sich der andere

Ein ruhiggestellter Arm behält mehr Muskelmasse, wenn die Gegenseite arbeitet.

Gehirn: Ab 35 geht es bergab

Das Gehirn erreicht seine höchste Leistungsfähigkeit in den mittleren Lebensjahren.

Brillen mit Blaufilter verbessern den Schlaf

Die Sehhilfe schirmt das blaue Licht von PC-Bildschirmen und Smartphones ab.

Sport am Morgen senkt das Krebs-Risiko

Bewegung in den Morgenstunden hat offenbar einen besonders positiven Effekt.

Weniger Lärm in der Corona-Pandemie

Während der Lockdowns ist die Lärmbelastung in Städten stark gesunken.

Mehr Herzinfarkte bei Präsidentschaftswahl

Kurz nachdem Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt wurde, kam es zu mehr Herzinfarkten und Schlaganfällen.

Zucker zur Therapie bei Multipler Sklerose?

Ein spezieller Zucker könnte das Myelin reparieren, das bei MS beschädigt ist.

Schlaganfall-Therapie mit Blutdruckmanschette

Eine ungewöhnliche Therapie verbessert die Erholung nach einem Schlaganfall.

Macht Corona Männer unfruchtbar?

Das Coronavirus könnte auch die Hoden befallen. Alle Fakten dazu lesen Sie hier.

Stuhl-Transplantation für ewige Jugend

Versuche mit Mäusen zeigen, wie stark sich die Darmflora auf das Gehirn auswirkt.

Darum bevorzugen Erkältungsviren Kälte

Es gibt eine Erklärung dafür, warum wir im Herbst und Winter häufiger krank werden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen