Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Naturvölker ohne Blutdruck-Probleme

Aktuelles

Eingeborener

Zu den Gefahren von Naturvölkern gehört ein Blutdruckanstieg im Alter eher nicht.
© RCsolutions - Fotolia

Di. 22. Mai 2012

Keine Blutdruck-Probleme für Jäger und Sammler

Ein ursprüngliches Leben wie es unsere Vorfahren führten - als Jäger, Sammler und einfache Bauern - kann den altersbedingten Blutdruckanstieg eindämmen und das Risiko für Arterienverhärtung verringern. Zu diesem Ergebnis kamen amerikanische und belgische Forscher in zwei unterschiedlichen Studien.

Die amerikanischen Anthropologen hatten Lebensweise und Gesundheit der Tsimane, einem Regenwald-Volk in Bolivien, untersucht. Diese ernähren sich vor allem von Kochbananen, Reis, Mais und Maniok, sowie Fisch und dem, was sie auf der Jagd erbeuten. Eine Lebensweise, die der unserer Vorfahren ähnelt, so Michael Gurven, Hauptautor der amerikanischen Studie.

Anzeige

Während 33,5 Prozent der erwachsenen US-Amerikaner unter zu hohem Blutdruck leiden, haben nur drei Prozent der Tsimane damit zu kämpfen. Pro zehn Jahren stieg der obere Blutdruckwert der über 40-jährigen Amerikaner um etwa 7 mmHg an. Ganz anders bei den Tsimane, bei denen nur ein minimaler Blutdruckanstieg zu verzeichnen war, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Hypertension.

In einer anderen Studie kamen belgische Forscher zu dem Schluss, dass traditionell lebende Pygmäen, ein Volk von Jägern und Sammlern in Kamerun, ein geringeres Risiko für Arteriosklerose haben, als halb-städtisch lebende Pygmäen oder Bauern dieser Region.

Der minimale Blutdruckanstieg bei den Tsimane und das geringe Arteriosklerose-Risiko der ursprünglich lebenden Pygmäen könnten mit dem einfachen Lebensstil der Völker zusammenhängen, sagen die Autoren. Diese beinhalte Faktoren wie hohe körperliche Aktivität, geringen Stress und eine Ernährung, die reich an Früchten, Gemüse und Kalium, aber arm an Kalorien, Salz und Alkohol sei.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Körperliche Arbeit erhöht Demenz-Risiko

Offenbar wirkt sich Bewegung nicht immer gleich auf das Risiko für Demenz aus.

Wird ein Arm trainiert, freut sich der andere

Ein ruhiggestellter Arm behält mehr Muskelmasse, wenn die Gegenseite arbeitet.

Gehirn: Ab 35 geht es bergab

Das Gehirn erreicht seine höchste Leistungsfähigkeit in den mittleren Lebensjahren.

Brillen mit Blaufilter verbessern den Schlaf

Die Sehhilfe schirmt das blaue Licht von PC-Bildschirmen und Smartphones ab.

Sport am Morgen senkt das Krebs-Risiko

Bewegung in den Morgenstunden hat offenbar einen besonders positiven Effekt.

Weniger Lärm in der Corona-Pandemie

Während der Lockdowns ist die Lärmbelastung in Städten stark gesunken.

Mehr Herzinfarkte bei Präsidentschaftswahl

Kurz nachdem Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt wurde, kam es zu mehr Herzinfarkten und Schlaganfällen.

Zucker zur Therapie bei Multipler Sklerose?

Ein spezieller Zucker könnte das Myelin reparieren, das bei MS beschädigt ist.

Schlaganfall-Therapie mit Blutdruckmanschette

Eine ungewöhnliche Therapie verbessert die Erholung nach einem Schlaganfall.

Macht Corona Männer unfruchtbar?

Das Coronavirus könnte auch die Hoden befallen. Alle Fakten dazu lesen Sie hier.

Stuhl-Transplantation für ewige Jugend

Versuche mit Mäusen zeigen, wie stark sich die Darmflora auf das Gehirn auswirkt.

Darum bevorzugen Erkältungsviren Kälte

Es gibt eine Erklärung dafür, warum wir im Herbst und Winter häufiger krank werden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen