Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Krampfadern durch High-Heels?

Aktuelles

Frauenbeine in Strümpfen

Sexy Beine dank hoher Absätze. Doch Vorsicht, langfristig verursachen die Stöckelschuhe unschöne Krampfadern.
© Deminos - Fotolia

Mi. 02. Mai 2012

Krampfadern durch High-Heels?

Hohe Absätze machen sexy Beine. Allerdings nicht auf lange Sicht. Brasilianische Wissenschaftler haben herausgefunden, das Laufen mit hohen Absätzen den Blutfluss in den Beinen beeinträchtigt.

Jeder, der schon einmal eine lange Party-Nacht auf Stöckelschuhen bestritten hat, weiß: Am Ende gibt es nichts Besseres als hinsetzen, schmerzende Füße hochlegen und den müden, bleischweren Beinen eine Pause gönnen. Wissenschaftler um Wagner Tedeschi Filho von der University of São Paulo setzten jetzt Testkandidatinnen diesen "Folterinstrumenten" aus: Sie wollten herausfinden, inwieweit das Tragen von höheren Schuhen die Venen-Muskelpumpe in den Beinen und damit den Rückfluss vom Blut zum Herzen beeinträchtigt. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Zeitschrift Journal of Vascular Surgery.

Anzeige

Die Forscher hatten für ihre Studie 30 Frauen zwischen 20 und 35 Jahren ausgewählt, die nicht unter Venenerkrankungen litten. Die Frauen führten mit vier unterschiedlichen Fußbekleidungen anspannende und entspannende Fußbewegungen durch: Barfuß, mit 3,5 Zentimeter hohen Schuhen, mit Stiletto-Schuhen sowie Plateau-Schuhen, die jeweils 7 Zentimeter hohe Absätze hatten. Dabei maßen die Forscher, wie sich das Blut in den Beinvenen der Testpersonen bewegte. Es zeigte sich, dass Schuhe mit Absätzen den Rückfluss von Blut zum Herzen beeinträchtigen: Je höher die Schuhe, desto mehr Blut verblieb in den Beinen, wodurch sich der Druck auf das oberflächliche Venensystem verstärkte. Am schlechtesten schnitten insgesamt Plateau-Schuhe ab. Am besten funktionierte die Muskelpumpe beim Barfußlaufen.

Die Wissenschaftler vermuten, dass für die schlechtere Funktion der Muskelpumpe vor allem das Sprunggelenk verantwortlich ist, das mit steigernder Absatzhöhe immer unbeweglicher wird. Bei Frauen, die regelmäßig hohe Schuhe tragen, könne sich so der Druck auf das Venensystem in den Beinen erhöhen. Dies wiederum kann langfristig zu Venenerkrankungen, zum Beispiel zu Krampfadern, führen.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Ultraschall verändert Entscheidungsprozesse

Ultraschallwellen können elektrische Signale im Gehirn erzeugen oder unterdrücken.

Ist Kaffee lebensnotwendig?

Die Schweiz hat entschieden, dass alle Kaffee-Notvorräte aufgelöst werden sollen.

Viele Haustiere sind zu dick

Übergewichtige Tiere haben mit einigen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.

Mehr Alkohol durch unterdrückte Gefühle

Wer tagsüber seine Emotionen kontrollieren muss, trinkt abends mehr Alkohol.

Mit Comics auf die Herz-OP vorbereiten

Ein Comic könnte die Aufklärung vor einer Herzkatheteruntersuchung verbessern.

Dubstep-Musik vertreibt Mücken effektiv

Wenn Mücken elektronischer Musik ausgesetzt sind, stechen sie seltener zu.

Chirurgie ohne Schnitte und Narben

Mithilfe eines neuen Verfahrens könnte sich Knorpel ganz einfach umformen lassen.

Zucker hat Einfluss auf die Atemwege

Glukose spielt offenbar eine Rolle bei entzündlichen Atemwegskrankungen.

Schon der Gedanke an Kaffee macht wach

Forscher haben die psychologischen Effekte des Getränks genauer untersucht.

So erkennt man Aprilscherze sofort

Forscher haben einige Merkmale identifiziert, die auch bei Fake News verwendet werden.

Vitamin C verkürzt Krankenhausaufenthalt

Patienten, die Vitamin C bekommen, können die Intensivstation oft schneller verlassen.

Medikamente und Mozart bei Schmerzen

Die Kombination reduziert Schmerzen effektiv, zeigt eine neue Studie.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen