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Flusskrebs

Flusskrebse müssen ihren Panzer mitsamt der Zähne ständig erneuern.
© Shmuel Bentov / Ben-Gurion Universität

Mo. 21. Mai 2012

Warum Flusskrebse keinen Zahnarzt brauchen

Der menschliche Zahnschmelz schwindet mit den Jahren. Gute Pflege kann dies aufhalten, aber nicht verhindern. Flusskrebse haben dieses Problem nicht, obwohl ihr Zahnmaterial dem der Menschen sehr ähnelt. Warum das so ist, haben Wissenschaftler nun herausgefunden.

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Die äußere Schicht der Zähne des australischen Flusskrebses bestehen aus demselben Material wie die Zähne des Menschen, nämlich aus Kalziumphosphat. An dieser Stelle hören die Gemeinsamkeiten aber auch schon auf. Dies haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts in Potsdam und der Ben-Gurion Universität im israelischen Beer-Sheva herausgefunden. Menschliche Zähne bestehen ausschließlich aus der kristallinen Form des Minerals, in Flusskrebszähnen findet sich außen die kristalline und innen die sogenannte amorphe Form eines weiteren Minerals, des Kalziumkarbonats. Und das hat seinen Grund.

Der äußere Panzer der Flusskrebse wird beim Wachsen abgestoßen und immer wieder neu gebildet. Das gilt auch für den Kiefer und die Zähne. Um diese neu wachsen zu lassen, recycelt der Krebs das wertvolle innere Zahnschmelzmaterial. Nur das kristalline Kalziumphosphat, das wie bei den Zähnen des Menschen die äußere Schicht bildet, müssten sie laut den Experten komplett neu aufbauen. Und einen weiteren Unterschied gibt es: Die Zähne der Flussbewohner sind deutlich stärker fluoridiert als die Zähne des Menschen – ganz ohne Fluorid-Tabletten und -Zahncremes. Vielleicht können sich Zahnmediziner bei den Flusskrebsen ganz neue Zahnpflegetipps holen?

MP

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