Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Weniger Hirnmasse bei Heimkindern

Aktuelles

Kleines Mädchen umarmt ihren Vater

Körperliche und seelische Zuwendung sind wichtige Voraussetzungen für die gesunde Entwicklung eines Kinderhirns.
© mauritius images

Di. 24. Juli 2012

Heimkinder haben ein gedrosseltes Hirnwachstum

Fehlt es Kindern in einer bestimmten Lebensphase an seelischer und körperlicher Zuwendung, entwickeln sie weniger Hirnsubstanz. Das haben Forscher vom Children's Hospital Boston in den USA festgestellt. Sie haben aber auch eine gute Nachricht für die Kinder.

Anzeige

Für die Studie haben die Wissenschaftler 74 rumänische Kinder im Alter von acht bis elf Jahren per Hirnscan untersucht. Dabei haben sie drei Gruppen von Kindern verglichen: Heimkinder, Kinder, die erst im Heim und dann in Pflegefamilien gelebt haben, und Kinder, die komplett in einer "normalen" Familie aufgewachsen sind.

Ihr Ergebnis: Bei Heimkindern haben die Forscher geringere Mengen sowohl von grauer als auch von weißer Substanz gemessen als bei "normalen" Kindern. Kinder, die vom Heim in eine Pflegefamilie gewechselt waren, wiesen allerdings die gleiche Menge an weißer Substanz auf wie Kinder, die nie im Heim waren.

Die Forscher schließen daraus zum einen, dass seelische und körperliche Vernachlässigung die Kinderhirne schwächer wachsen lässt. Zum anderen, und das ist die gute Nachricht, können Kinder die Defizite zum Teil nachholen. Vorausgesetzt sie kommen raus aus dem Heim in eine Pflegefamilie.

Die graue und weiße Substanz sind die zwei Bestandteile des Gehirns. Eine geringere Hirnmasse kann sich in Form von Sprachdefiziten, geringerer sozialer Kompetenz oder auch Frühreife im Vergleich zu Gleichaltrigen äußern.

FH/FW

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Künstlicher Leberfleck warnt vor Krebs

Ein neues Implantat ist dazu in der Lage, die 4 häufigsten Krebsarten sehr früh zu erkennen.

Wer als Teenie kocht, isst später gesünder

Es zahlt sich aus, schon in jungen Jahren kochen zu lernen.

Bluthochdruck: Musik unterstützt Therapie

Musik zu hören, intensiviert die Wirkung von blutdrucksenkenden Medikamenten.

Studie zeigt: Lächeln wirkt cool

Keine Emotionen zu zeigen, wirkt dagegen eher unfreundlich und kühl.

Männer sind genauso eitel wie Frauen

Eine Umfrage zeigt: Jeder Zweite würde ohne Styling nie das Haus verlassen.

Frühaufsteher leben länger als Nachteulen

Ständig gegen die eigene innere Uhr zu leben, macht offenbar krank.

Live-Musik gleicht Hirnwellen an

Hört eine Gruppe von Menschen Live-Musik, synchronisieren sich ihre Hirnwellen.

Augenbrauen helfen, Gefühle zu deuten

Das könnte für das Überleben der Menschheit eine wichtige Rolle gespielt haben.

Schlaganfall durch gebrochenes Herz?

Das Broken-Heart-Syndrom erhöht das Risiko für einen Schlaganfall.

Wer sich bewegt, ist glücklicher

Wie viel Sport pro Woche nötig ist, damit das Glückslevel ansteigt, zeigt eine neue Studie.

Seitensprung: Oft ist es der beste Freund

Forscher haben untersucht, mit wem untreue Partner am häufigsten fremdgehen.

Magenverkleinerung sorgt für Liebesglück

Nach einer Magen-OP verändert sich offenbar häufig der Beziehungsstatus.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen