Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Künstliche Qualle aus Herzmuskelzellen

Aktuelles

Künstliche Qualle aus Herzmuskeln und Silikon

Diese Qualle sieht aus "wie echt". Tatsächlich ist sie künstlich erschaffen, aus Herzmuskelzellen und Silikon.
© Harvard University/Caltech

Mo. 23. Juli 2012

Künstliche Qualle aus Herzmuskelzellen

Sie besitzt acht Arme und schwimmt in einem Salzwassertank umher. Die Rede ist von einer künstlichen Qualle, geschaffen aus Herzmuskelzellen und Silikon. Schöpfer dieser einzigartigen Meduse sind US-amerikanische Wissenschaftler.

Anzeige

Das Forscher-Team von der Harvard-Universität und dem California Institute of Technology, USA, hatte bereits versucht, künstliche Gewebe zu schaffen, die Greif- oder Geh-Bewegungen durchführen können. Erst bei einem Besuch in einem Meeres-Aquarium war ihnen eine ganz andere Art der Bewegung in den Sinn gekommen: Pump-Bewegungen. Beim Betrachten einer Qualle fiel ihnen deren ganz spezielle Fortbewegungsart auf. Sie erinnerte die Wissenschaftler an ein schlagendes Herz mit seinem sich zusammen ziehenden und wieder erschlaffenden Herzmuskel. So wie das Herz Blut durch den Körper pumpt, pumpt die Qualle Wasser – mit der Absicht sich selbst fortzubewegen. Die Idee der künstlichen Qualle aus Herzmuskelzellen war geboren.

Mithilfe von Techniken der Biomechanik, Gewebeforschung und Materialwissenschaften ist es den Forschern nun tatsächlich gelungen, aus Herzmuskelzellen die Zellen einer lebendigen Qualle nachzuempfinden und auch in deren Form anzuordnen.

Die künstliche Meduse ist damit der "lebendige" Beweis, dass der Mensch einfache Lebensformen nachembauen kann. Als nächstes wollen die Wissenschaftler eine intelligente Qualle züchten. Sie soll nicht mehr nur umher schwimmen, sondern auch auf äußere Reize wie Licht und Futter reagieren.

FW

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Wird ein Arm trainiert, freut sich der andere

Ein ruhiggestellter Arm behält mehr Muskelmasse, wenn die Gegenseite arbeitet.

Gehirn: Ab 35 geht es bergab

Das Gehirn erreicht seine höchste Leistungsfähigkeit in den mittleren Lebensjahren.

Brillen mit Blaufilter verbessern den Schlaf

Die Sehhilfe schirmt das blaue Licht von PC-Bildschirmen und Smartphones ab.

Sport am Morgen senkt das Krebs-Risiko

Bewegung in den Morgenstunden hat offenbar einen besonders positiven Effekt.

Weniger Lärm in der Corona-Pandemie

Während der Lockdowns ist die Lärmbelastung in Städten stark gesunken.

Mehr Herzinfarkte bei Präsidentschaftswahl

Kurz nachdem Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt wurde, kam es zu mehr Herzinfarkten und Schlaganfällen.

Zucker zur Therapie bei Multipler Sklerose?

Ein spezieller Zucker könnte das Myelin reparieren, das bei MS beschädigt ist.

Schlaganfall-Therapie mit Blutdruckmanschette

Eine ungewöhnliche Therapie verbessert die Erholung nach einem Schlaganfall.

Macht Corona Männer unfruchtbar?

Das Coronavirus könnte auch die Hoden befallen. Alle Fakten dazu lesen Sie hier.

Stuhl-Transplantation für ewige Jugend

Versuche mit Mäusen zeigen, wie stark sich die Darmflora auf das Gehirn auswirkt.

Darum bevorzugen Erkältungsviren Kälte

Es gibt eine Erklärung dafür, warum wir im Herbst und Winter häufiger krank werden.

Covid-19 infiziert auch Träume

Viele Menschen leiden während der aktuellen Corona-Pandemie unter Albträumen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen