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Frau mit Rotweinglas

Selbst in Maßen genossen, vertragen viele Menschen Wein nur schlecht.
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Mo. 02. Juli 2012

Weinunverträglichkeit: kein Alkoholproblem

Trinken Sie gerne Wein? Dem traditionsreichen Getränk werden viele positive Effekte auf die Gesundheit nachgesagt. Allerdings verträgt ihn nicht jeder – selbst bei moderaten Trinkmengen. Magenkrämpfe, Atemnot, Juckreiz können auftreten. Der Fachbegriff dafür heißt "Weinunverträglichkeit". Die erste Studie dazu kommt aus Mainz.

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Mittels Fragebogen fand man unter den 948 befragten Studienteilnehmern 68 Personen, die unter Symptomen einer Weinunverträglichkeit litten. Zum Teil erkannten sie von allein, dass etwas nicht ganz stimmte und zum Teil machte sie erst der Fragebogen darauf aufmerksam. Frauen waren mit einem Anteil von knapp neun Prozent häufiger betroffen als Männer mit etwas mehr als fünf Prozent. Festzustellen waren Allergie-ähnliche Symptome, wie:

  • Juckreiz
  • Hautrötung
  • Anschwellen von Lippen, Gaumen oder Hals
  • verschnupfte Nase
  • Herzrasen
  • niedriger Blutdruck
  • Brennen von Lippen, Gaumen oder Hals
  • Magen- oder Darmkrämpfe
  • Atemnot/Asthma
  • Kreislaufzusammenbruch

Von einem Kreislaufkollaps, einer sehr schwerwiegenden Nebenwirkung, berichteten allerdings nur zwei Personen. Wesentlich häufiger waren gerötete Haut, eine Schnupfnase und Durchfall. Auffallend - trotz Nebenwirkungen tranken die Betroffenen nicht weniger Alkohol als die anderen Studienteilnehmer.

Ob es sich um eine echte Allergie oder eine Alkohol-Unverträglichkeit handelt, kann abschließend nicht gesagt werden. Für eine Allergie spricht, dass durch den Herstellungsprozess Eiweißstoffe der Trauben in den Wein gelangen, die das Immunsystem auf den Plan rufen. Auch von der Häufigkeit ähnelt die Wein-Unverträglichkeit anderen Nahrungsmittelallergien.

FW

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