Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Gibbons singen wie Sopranistinnen

Aktuelles

Zwei Gibbon-Affen

Gesangstalente unter sich ...
© David DEMEYERE - Fotolia

Do. 23. August 2012

Gibbons singen wie Sopranistinnen

Singende Gibbons nutzen dieselbe Stimmtechnik, wie Sopran-Sängerinnen an der Oper. Das berichten japanische Forscher in der Zeitschrift American Journal of Physical Anthropology. Dies werfe auch ein neues Licht auf die Einzigartigkeit der menschlichen Sprache.

Anzeige

Bisher hatte man angenommen, dass die menschliche Sprache nur durch spezielle Veränderungen im Aufbau der Stimm-Anatomie entstehen konnte. Die Ergebnisse zeigen jetzt, dass Gibbons die gleiche Stimmtechnik verwenden wie Menschen, die singen. Die Töne entstehen dabei im Kehlkopf und werden durch den Vokaltrakt, zu dem Rachen, Mundraum und Nasenhöhlen gehören, gefiltert und klanglich verändert. Mehr noch: Sie beherrschen bei ihrem Gesang mit Leichtigkeit die Stimmtechniken, die sich professionelle Sopranistinnen hart erarbeiten müssen. Dies deute darauf hin, dass die vielschichtigen stimmlichen Fähigkeiten von Menschen keine einzigartigen evolutionären Veränderungen seien, schreiben die Forscher. Es zeige vielmehr, dass Menschen die körperlichen Voraussetzungen für Sprache mit anderen Primaten teilen.

Die Forscher hatten für ihre Untersuchungen mit Hilfe von Helium-Gas Gesang und Stimmtechnik eines Weißhandgibbons in einem Zoo im Norden Kyotos untersucht. Der Gesang der Gibbonaffen ist in der Affenwelt einmalig. Ihre laute Melodie kann noch in drei Kilometern Entfernung vernommen werden. Auf diese Weise verständigen sie sich in der Wildnis mit benachbarten Paaren, fremden Artgenossen und bezirzen potenzielle Partner.

hh

Auch andere Gibbon-Arten können sehr beeindruckend singen.

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Sex mit dem Ex: Ist das (k)eine gute Idee?

Dass Sex mit dem Ex-Partner nicht per se schlecht für die Seele sein muss, belegt eine neue US-Studie.

Ausdauertraining für den Darm

Ausdauertraining kann sich positiv auf die Bakteriengemeinschaft im Darm auswirken

Nach OP: Wassereis hilft bei Verwirrtheit

Ein Arzt erklärt, warum Wassereis Patienten nach einer Vollnarkose helfen kann.

Wer zusammenzieht, nimmt zu

Ein gemeinsamer Haushalt sorgt offenbar für Extra-Kilos auf der Waage.

Gehirn funktioniert im Herbst besser

Die geistige Leistung schwankt offenbar mit den Jahreszeiten, wie eine Studie zeigt.

Antibiotika: Nur jeder Zweite weiß Bescheid

Die Hälfte der Deutschen weiß nicht, dass Antibiotika nur gegen Bakterien helfen.

Geburt: Warum Väter dabei sein sollten

Männer, die bei der Entbindung dabei sind, kümmern sich später besser um ihre Kinder.

Magenbypass vor Schwangerschaft?

Eine bariatrische Operation senkt das Risiko für Komplikationen in der Schwangerschaft enorm.

Chirotherapie: Nicht ohne Risiko

Gerade Eingriffe an der Halswirbelsäule bergen Risiken, berichtet ein Mediziner.

Fast-Food-Entzug ähnelt Drogen-Entzug

Ein Verzicht auf Pommes, Burger & Co kann für Entzugserscheinungen sorgen.

Wie Hautzellen gegen Mutationen kämpfen

Unsere Haut muss permanent gegen mutierte Zellen kämpfen, um Krebs zu verhindern.

Warum Hunger für schlechte Laune sorgt

Forscher haben untersucht, warum ein leerer Magen auf die Stimmung schlägt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen