Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses So wehren Reisende Sitznachbarn ab

Aktuelles

Reisende sitzen im Bus

Wer mit leerem Blick aus dem Fenster starrt und dabei vielleicht noch ein bisschen verrückt wirkt, verhindert, dass man sich neben ihn setzt.
© gemenacom - Fotolia

Fr. 03. August 2012

Kein Kontakt bitte! – Abwehrstrategien von Reisenden

Reisen heute ist eine anonyme Angelegenheit. Das zeigt sich an den unausgesprochenen Sitzregeln in Bus und Bahn. Welche Anstrengungen manche Menschen unternehmen, um den Kontakt mit Mitreisenden zu vermeiden, hat Esther C. Kim von der Yale University (USA) untersucht.

Die wichtigste der unausgesprochenen Verhaltensregeln für Reisende und Pendler lautet demnach: Wenn noch Plätze frei sind, setzt man sich nicht neben jemand anderen. Doch was, wenn alle Reihen gefüllt sind und noch mehr Passagiere zusteigen? Manch einer versucht mit ausgetüftelten Strategien seinen Doppelsitzplatz zu verteidigen.

Anzeige

Eine Strategie ist zum Beispiel, den Augenkontakt mit anderen Menschen zu vermeiden oder mit ausgestreckten Beinen besonders raumgreifend zu sitzen. Andere positionieren eine große Tasche auf dem leeren Sitz, so dass er besetzt wirkt. Oder sie breiten ihre Habseligkeiten auf dem Nachbarplatz aus, so dass es umständlich viel Zeit benötigt, sie wieder einzupacken. Ein Mantel auf dem Nachbarsitz soll suggerieren: Hier sitzt schon jemand.

Manche setzen sich bewusst auf den Gangplatz, schalten ihren MP3-Player an und tun so, als würden sie nichts hören. Ähnlich ist es bei Reisenden, die sich schlafend stellen. Wer weckt schon jemanden, wenn noch Plätze neben wachen Personen frei sind? Wer mit leerem Blick aus dem Fenster starrt und dabei vielleicht noch ein bisschen verrückt wirkt, wird ebenfalls seltener angesprochen. Manche greifen sogar zu einer Lüge und behaupten, der Platz neben ihnen sei schon vergeben, nur um alleine bleiben.

Die Situation ändere sich jedoch schlagartig, wenn so viele Passagiere zusteigen, dass alle freien Plätze belegt werden müssen, stellte Kim fest. Dann versuche jeder, einen möglichst normalen, nett wirkenden Menschen als Nachbarn zu bekommen und unsympathische Reisende abzuwehren.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Tomaten halbieren das Hautkrebs-Risiko

Eine neue Studie deutet auf den schützenden Effekt hin.

Wie Chilis Diabetikern helfen könnten

Der Inhaltsstoff Capsaicin hat eine positive Wirkung auf den Blutzuckerspiegel.

Deswegen löst Eis Kopfschmerz aus

Eine Ärztin aus Texas hat eine neue Erklärung für den sogenannten Hirnfrost.

Gesunde Knochen dank Fußball?

Es geht auf dem Platz zwar oft ruppig zu, trotzdem hat Fußball gesundheitliche Vorteile.

Großzügige Menschen sind glücklicher

Dazu muss man nicht mit Geld um sich werfen, wie Forscher zeigen.

Große "Sitzfläche", große Haftkraft?

Wann sich Bakterien besonders gut an Oberflächen festhalten können.

Schönheit steht auf dem Kopf

Menschen empfinden ein Gesichte schöner, wenn sie es auf dem Kopf stehend betrachten.

Wenn das Pflaster mitdenkt

Mit dem neuen Pflaster könnten Pfleger von außen erkennen, wann eine Wundauflage gewechselt werden muss.

Weniger Hirnleistung während der "Tage"?

Forscher haben ermittelt, wie sich Hormonschwankungen auf das Gehirn auswirken.

Forscher entwickeln probiotisches Bier

Sie erhoffen sich einen Zusatznutzen für den Darm und das Immunsystem.

Diabetes durch dreckige Luft?

Forscher prüften, was es mit diesem Verdacht auf sich hat. Mit unerwartetem Ergebnis.

Stimme: Status bestimmt Tonhöhe

Im Gespräch richtet sich die Tonlage nach der (gefühlten) gesellschaftlichen Position.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen