Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Fairness schlägt Eigennutz

Aktuelles

Mann überreicht ein Geschenk an seine Frau, die dankend ablehnt

Extrem unfaire Angebote schlagen wir Menschen aus, auch wenn es eigentlich in unserem Interesse läge, sie anzunehmen. Der Gerechtigkeitssinn ist aber stärker ausgeprägt.
© Susanne Güttler - Fotolia

Fr. 24. August 2012

Psychologie: Fairness schlägt Eigennutz

Viele Menschen, die sehr durstig sind und nach einem Schluck Wasser lechzen, würden ein Angebot zu trinken dennoch ablehnen, wenn sie das Angebot als extrem unfair einschätzen. So die Ergebnisse einer aktuellen Studie.

Anzeige

Zu diesem Ergebnis kamen britische Forscher, die in einem Experiment untersucht hatten, inwieweit die Balance zwischen Fairness und Selbstinteresse unsere Entscheidungen beeinflusst. Hierzu hatten sie durstige und weniger durstige Studienteilnehmer in eine Situation gebracht, in der zwischen zwei Personen ein halber Liter Wasser aufgeteilt wurde. Die Studienteilnehmer erhielten nur 62,5 Milliliter, etwa so viel wie drei Schnapsgläser, den Rest nahm der Austeilende für sich. Der Empfänger konnte daraufhin entscheiden, ob er das Angebot annehmen oder wegen Unfairness lieber ausschlagen wollte. In diesem Fall hätten dann weder der Empfänger noch der Austeilende etwas von dem Wasser bekommen. Das Ergebnis: Die meisten Studienteilnehmer lehnten das Angebot ab.

Ob Fairness eine für Menschen einmalige Eigenschaft ist oder nicht, sei eine kontrovers diskutierte Frage, so die Wissenschaftler. Die aktuellen Ergebnisse zeigen jedoch, dass Menschen, anders als Schimpansen, ein unfaires Angebot wie Essen oder Wasser ablehnen, selbst wenn der Durst sehr groß ist. Das galt vor allem für den tatsächlich vorhandenen Durst, der anhand von Blutproben gemessen wurde. Dagegen entschieden sich die Studienteilnehmer eher für das Wasser, wenn sie sich subjektiv durstig fühlten. Diese Ergebnisse seien interessant, weil sie zeigen, wie sich das subjektive Gefühl von Fairness und eigennützige Bedürfnisse auf alltägliche Entscheidungen, zum Beispiel in der Arbeitswelt, auswirken können, schreiben die Forscher online in Scientific Reports.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Leidenschaft als Strategie in der Liebe

Warum US-Amerikaner ihrem Partner gegenüber leidenschaftlicher sind als Ostasiaten.

Hausarbeit beeinflusst die Gesundheit

Ältere Männer arbeiten deutlich weniger im Haushalt als Frauen - mit Folgen für die Gesundheit.

Geschäftsreisen belasten die Psyche

Wer häufig beruflich verreist, hat ein höheres Risiko für Depressionen und Angststörungen.

Mit Wirkstoff-Pflaster zum Wunschgewicht?

Ein spezielles Pflaster mit Mikronadeln könnte die Fettverbrennung ankurbeln.

Warum Frauen schneller frieren

Dass Frauen bei kalten Temperaturen eher frösteln als Männer, ist kein Vorurteil.

Gestresst? Wie das Shirt des Partners hilft

Der Geruch des Shirts eines geliebten Menschen reduziert offenbar Stress und Anspannung.

Lieber Schoko oder doch den Apfel?

Warum der Mensch sich so gern für das falsche Lebensmittel entscheidet.

Jünger aussehen dank Gesichtstraining

Ganz ohne OP: 32 verschiedene Übungen machen das Gesicht deutlich jugendlicher.

Blaubeeren verbessern Strahlentherapie

Extrakte aus der Frucht zeigten Erfolge bei Krebszellen vom Gebärmutterhals.

Den Stoffwechsel trainieren

Reagiert der Körper flexibel auf Fette und Kohlenhydrate, hält das gesund.

Sekt: Prickeln liefert Hinweis auf Qualität

Anhand der Prickel-Geräusche lässt sich offenbar die Qualität eines Schaumweins beurteilen.

Mit Weihrauch gegen Multiple Sklerose?

Ein Extrakt des Gummiharzes könnte bei der entzündlichen Krankheit helfen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen