Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Die Angst vertreiben

Aktuelles

Frau trägt eine Vogelspinne auf der Hand

"Ich habe total Angst davor, aber ich berühre jetzt diese Spinne." Seine Ängste auszusprechen, soll helfen, sie zu überwinden.
© Serg Zastavkin - Fotolia

Do. 06. September 2012

Angst: Geben Sie dem Grauen einen Namen

"Das ist eine ekelhafte, haarige, schwarze Riesenspinne und ich habe Angst vor ihr." So oder ähnlich könnten Menschen mit einer Spinnen-Phobie ihrer Angst verbal entgegentreten - und sie damit verringern. Zu dieser Erkenntnis kommen US-amerikanische Psychologen in einer aktuellen Studie.

Anzeige

Die neuen Ergebnisse stellen bisherige Ansätze, die zur Bekämpfung von Ängsten angewandt werden, auf den Kopf. Normalerweise werde versucht, jemandem die Angst vor etwas zu nehmen, indem man die Gefühle der Betroffenen oder die Art zu Denken verändere, berichten die Forscher in der Online-Ausgabe der Zeitschrift Psychological Science. Im Fall der Spinne würde man vielleicht sagen: "Diese Spinne ist so klein und kann mir gar nichts tun. Ich habe keine Angst vor ihr."

Der neue Ansatz funktioniert genau anders herum: Man sagt genau das, was man denkt und fühlt. Eine Methode mit Erfolg, wie die Forscher zeigen konnten: Die Studienteilnehmer, die zuvor in Gegenwart einer Tarantel ehrlich zu ihren Angstgefühlen gestanden und diese auch in Worte gekleidet hatten, konnten sich der großen Spinne eine Woche später dichter annähern, als andere Studienteilnehmer. Darüber hinaus hatten sie deutlich weniger schwitzige Hände, was das Ausmaß der Angst anzeigt. Dies alles widerspricht der gängigen Vorstellung, dass negative Empfindungen intensiver werden, wenn man sie ausspricht. Und noch eines förderte die Studie zu Tage: Je mehr negative Worte benutzt wurden, desto geringer war die Angst.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Diese Autofahrer lassen sich ablenken

Jung, männlich, extroveriert: Einige Menschen lassen sich leichter ablenken als andere.

Größeres Gehirn dank Sport?

Gewisse Sportarten bremsen offenbar den Abbau des Gehirns.

Krebstherapie macht graue Haare dunkel

Eine Immuntherapie gibt grauen Haaren offenbar ihre Farbpigmente zurück.

Gaming reduziert das Hirnvolumen

Die Veränderungen im Gehirn zeigen sich schon nach sechs Wochen.

Hier fühlen sich Spinnen & Co wohl

Forscher haben untersucht, in welchen Räumen sich Insekten am liebsten aufhalten.

Unsoziale Menschen sind häufiger krank

Das Sozialverhalten wirkt sich auf die körperliche Gesundheit aus.

Nächtliche Wunden heilen schlechter

Verletzungen, die tagsüber entstanden sind, heilen hingegen deutlich schneller.

Ein wenig Stress tut der Zellgesundheit gut

Zellstress schützt vor Alterungsprozessen und senkt das Risiko für Krankheiten.

So lassen sich lästige Gedanken stoppen

Ein Mechanismus im Gehirn sorgt dafür, dass sich Gedanken im Kreis drehen.

Besser hören dank Spinnenseide?

Die feinen Fäden könnten die Qualität von Hörgeräten verbessern.

Wie Knochen den Appetit beeinflussen

Die Knochen bestimmen mit darüber, wie wir Zucker und Fette verstoffwechseln.

Junkfood lenkt mehr ab als Gesundes

Wer sich auf eine Aufgabe konzentriert, lässt sich von Schokolade & Co leicht aus dem Konzept bringen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen