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Junge Senioren im Gespräch auf einer Parkbank

Bei Menschen mit einer Parkinson-Erkrankung verändert sich die Stimme. Meist fällt das Angehörigen zuerst auf.
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Di. 11. September 2012

Parkinson an der Stimme erkennen

Eine Parkinson-Diagnose könnte bald so einfach sein wie ein Telefon-Anruf: Der US-amerikanische Mathematiker Max Little und Kollegen haben ein Computer-Programm entwickelt, das die Krankheit aufgrund von Besonderheiten in der Stimme erkennen kann.

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Mit Hilfe dieses Programms lassen sich Sprachaufnahmen von Telefonanrufen auf charakteristische, durch Parkinson verursachte Sprachveränderungen hin untersuchen. In einem Blindtest mit 50 Stimmen konnte eine bestehende Parkinson-Krankheit mit einer Genauigkeit von 86 Prozent festgestellt werden. Die Resultate verbesserten sich auf 99 Prozent bei Patienten, bei denen die Parkinson-Krankheit schon weiter fortgeschritten war.

Bei dem von ihm entwickelten Programm handele es sich um ein lernendes System, so Little. Basierend auf Sprachdaten von Parkinson-Kranken und gesunden Menschen werde das Programm darauf trainiert, die tatsächlichen Anzeichen der Krankheit von anderen Faktoren zu trennen. Um den Computer-Algorithmus weiter zu verbessern arbeiten die Wissenschaftler an einer Datenbank mit 10.000 Stimmaufnahmen aus der ganzen Welt.

Die neue Software könnte helfen, die Krankheit früher zu erkennen und die Dosierung und zeitliche Verabreichung von Medikamenten zu verbessern, so die Hoffnung. Darüber hinaus habe ein fortentwickelter, komplizierterer Algorithmus unter Umständen das Potenzial, das Krankheitsstadium allein durch die Stimmanalyse festzustellen. Das System könnte innerhalb von zwei Jahren Ärzten zur Verfügung stehen.

hh

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